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Mick Schumacher vor wichtiger Entscheidung: Bleibt er in der IndyCar?

Indycar Mick Schumacher 2026
Mick Schumacher. Credit: INDYCAR
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nicht nur in der Formel 1, auch in der IndyCar kommt Bewegung in den Fahrermarkt. Mitten drin: Mick Schumacher. Für den Deutschen könnten die kommenden Wochen richtungsweisend werden.

Ausgerechnet Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist hat den Stein ins Rollen gebracht. Der Schwede wird sein Team Meyer Shank Racing verlassen. Damit nimmt das Transferkarussell in der IndyCar Fahrt auf – und mittendrin steht Mick Schumacher, der erste deutsche Starter beim Indy 500 seit 103 Jahren.

Die IndyCar-Serie erwartet einen turbulenten Transferwinter. Noch ist offen, wohin Rosenqvist wechseln wird. Vieles deutet darauf hin, dass er künftig neben Pato O’Ward und Christian Lundgaard für McLaren fahren könnte.

Zwar wird Rosenqvist auch immer wieder mit Andretti in Verbindung gebracht. Dort sind Kyle Kirkwood und Will Power allerdings gesetzt. Marcus Ericsson muss dagegen um sein Cockpit kämpfen. Zudem könnte Andretti erneut zum Auffangbecken für Colton Herta werden, falls sich dessen Formel-1-Pläne mit Cadillac endgültig zerschlagen.

Danach sieht es aktuell aus. Nach dem Formel-2-Wochenende in Spielberg liegt Herta lediglich auf Rang 15 der Gesamtwertung – zu wenig für die nötigen Superlizenzpunkte. Außerdem besitzt Andretti weiterhin eine Option auf Dennis Hauger. Der Norweger gehört zu den stärksten Rookies im aktuellen IndyCar-Feld und ist derzeit noch an Dale Coyne Racing ausgeliehen.

Schumacher braucht dringend Ergebnisse

Doch was hat das alles mit Mick Schumacher zu tun? Vor allem eines: Die Türen zu den absoluten Topteams dürften für den Deutschen vorerst verschlossen bleiben. Umso mehr stellt sich die Frage, ob Schumacher 2027 überhaupt ein weiteres Jahr in der IndyCar dranhängt.

Indycar Mick Schumacher 2026
Mick Schumacher. Credit: INDYCAR

Sein Team Rahal Letterman Lanigan hat zuletzt durchblicken lassen, dass man sich erst im Juli mit Schumacher zusammensetzen und über die Zukunft sprechen will. Beide Seiten hatten sich von der Saison 2026 deutlich mehr versprochen. Aktuell liegt Schumacher nur auf Platz 24 von 25 Vollzeitfahrern.

Zwar fehlte es dem Deutschen bislang nicht an Pech, und niemand konnte erwarten, dass er sofort um Siege kämpft. Fakt ist aber auch: Platz 22 in der Meisterschaft wäre enorm wichtig. Denn nur die besten 22 Autos der Gesamtwertung erhalten finanzielle Zuwendungen von der IndyCar-Serie. Gerade kleinere Teams wie Rahal Letterman Lanigan sind auf diese Einnahmen angewiesen.

Hinzu kommt, dass sich das Team vom prominenten Namen Schumacher zusätzliche Sponsoren erhofft hatte. Bislang zieren allerdings lediglich vier Geldgeber den Dallara-Honda des Deutschen.

Rückkehr in die Sportwagen-WM?

Gleichzeitig drängen weitere Talente in die IndyCar – vor allem aus dem Honda-Lager. Der japanische Hersteller möchte Super-Formula-Spitzenreiter Kakunoshin Ohta in die US-Serie bringen. Alex Palou kam einst ebenfalls aus Japan in die IndyCar und dominiert die Meisterschaft seit Jahren. Honda hofft nun auf den nächsten Volltreffer.

Indycar Mick Schumacher 2026
Mick Schumacher. Credit: INDYCAR

Ab 2028 darf Honda ein zusätzliches Auto einsetzen, das von Meyer Shank Racing betreut werden soll. Schon 2027 könnte Ohta bei Rahal Letterman Lanigan ein Lehrjahr absolvieren. Das Team arbeitet seit Jahren eng mit Honda zusammen, nicht zuletzt durch Indy-500-Doppelsieger Takuma Sato.

Schumachers Zukunft in der IndyCar dürfte deshalb stark davon abhängen, ob in den verbleibenden Rennen ein klarer Aufwärtstrend erkennbar wird – und welche Alternativen sich auftun.

Denn während die Tür zurück in die Formel 1 derzeit fest verschlossen scheint, könnte die Sportwagen-WM eine realistische Option bleiben. Dort soll McLaren großes Interesse am Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher haben. Für das neue LMDh-Projekt, das 2027 an den Start gehen soll, stehen bislang lediglich Mikkel Jensen und Laurens Vanthoor als Fahrer fest.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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