Formel E: Porsche, Gen3-Autos

Porsche bekennt sich zur Formel E

Formel E Porsche Motorsport 99x 2021
Der Porsche 99x Electric. Credit: Hoch Zwei/Porsche

Porsche wird bis 2026 in der Formel E bleiben. Damit sind bisher vier Hersteller fix. Bleibt auch Mercedes?

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Porsche wird bis 2026 in der Formel E bleiben. Damit sind bisher vier Hersteller fix. Bleibt auch Mercedes?

Mindestens ein deutscher Hersteller bleibt der Formel E bis 2026 erhalten: Nach Mahindra, DS und Nissan hat sich auch Porsche zur Gen3-Ära der Elektroformel ab Ende 2022 bekannt.

Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport und Konzern-Motorsport der Volkswagen AG, begründet: „Mit der neuen Rennwagengeneration Gen3 beginnt für die Formel E das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Und da wollen wir auf jeden Fall dabei sein. Mit unserem Einstieg 2019 haben wir uns klar zur Formel E bekannt. Aus unserer Sicht bietet sie das wettbewerbsstärkste Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen mit Schwerpunkten auf Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit voranzutreiben.“

Audi und BMW sehen das anders. Sie steigen schon mit dem Ende der Saison 2021 aus der Formel E aus.

Bleibt nach Porsche auch Mercedes?

Mercedes-Sportchef Toto Wolff wollte sich vor dem Saisonauftakt in Saudi-Arabien im Februar ebenfalls nicht zur Gen3-Ära bekennen. „Uns macht das Format wirklich Spaß, damit sprechen wir eine völlig andere Zielgruppe als mit der Formel 1“, sagte er. „Aber am Ende muss es auch kommerziell Sinn machen. Da diskutieren wir gerade, wie das mit der nächsten Generation Fahrzeuge sein wird, welche Rolle Mercedes in der Zukunftsvision der Formel E spielen kann. Da ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.“

Mercedes, Formel E. Credit: Formel E
Bleibt auch Mercedes in der Formel E? Credit: Formula E

Doch hinter den Kulissen heißt es, dass Mercedes und auch Jaguar in Kürze ihren Verbleib in der Formel E bekanntmachen. Dennoch will die Rennserie die Einschreibefrist, die eigentlich am 31. März endet, verschieben. Denn von Dragon, Nio333 und auch McLaren fehlen noch Unterschriften. Zwar hat Dragon mit Bosch einen technischen Partner an Bord geholt, eingeschrieben ist der US-Hersteller aus dem Penske-Lager allerdings noch nicht.

Neue Gen3-Autos werden schneller

Die neue Gen3-Ära startet Ende 2022. Die Autos werden leistungsstärker, leichter und schneller. 100 Kilowatt Leistung legen die Rennwagen von Spark Racing Technology zu – im Qualifying bringen sie es dann auf 350 kW (476 PS), im Rennen auf 300 kW (408 PS). Die Autos specken außerdem um 120 Kilogramm ab und wiegen dann nur noch 780 Kilogramm. Das ist nur noch unwesentlich schwerer als ein Formel-1-Flitzer (752 Kilo). Das liegt vor allem an leichteren Batterien, die Williams Advanced Engineering den Teams zur Verfügung stellen will. Derzeit wiegen die Lithium-Ionen-Akkus 385 Kilogramm.

Dazu kommen 2022 als technische Neuerung Schnellladestopps. Außerdem werden die Formel-E-Fahrzeuge dann immerhin 600 statt wie bisher 250 kW rekuperieren können. Dazu wird Spark mit dem Chassis ein Einheitssystem an der Vorderachse mitliefern.

Der Porsche 99x Electric. Credit: Hoch Zwei/Porsche
Für Porsche heißt es jedenfalls: volle Attacke!. Credit: Hoch Zwei/Porsche

Für Porsche heißt es jedenfalls: volle Attacke! Nach dem Auftakt in Saudi-Arabien liegt der deutsche Premiumhersteller mit elf Punkten gerade Mal auf Rang neun der Tabelle. Pascal Wehrlein ist Zehnter, André Lotterer noch punktlos. Enzinger stellt klar: „Die Erfolge in unserer Rookie-Saison mit zwei Podiumsplätzen und einer Pole-Position sind erst der Anfang.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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