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WEC: Peugeot 9X8 im Nadelstreifen-Look

WEC Peugeot 9X8 2026
Peugeot 9X8. Credit: Stellantis

Neues Design, gleiche Mission: Peugeot will mit dem 9X8 endlich den Durchbruch in der WEC schaffen

F1 Insider
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Neues Design, gleiche Mission: Peugeot will mit dem 9X8 endlich den Durchbruch in der WEC schaffen

Autor: Gregor Messer

Peugeot hat in Paris seinen überarbeiteten 9X8 für die neue Langstrecken-WM präsentiert. Optisch fällt sofort auf: Das bisherige Giftgrün ist Geschichte. Stattdessen rollt der Hypercar-Herausforderer nun im rot-schwarz-weißen Nadelstreifen-Look an den Start. 

Technisch allerdings war Evolution statt Revolution angesagt. Die Franzosen aus Versailles hatten ihren letzten großen Entwicklungsjoker bereits vor der vergangenen Saison gezogen. Über den Winter ging es daher um Detailarbeit: Aerodynamik-Feinschliff, optimiertes Energie-Management, präzisere Gewichtsverteilung. Ziel: mehr Stabilität beim Einlenken, bessere Traktion aus langsamen Kurven – und vor allem mehr Rennkonstanz. Denn genau daran haperte es zuletzt.

Peugeot 9X8 immer noch ohne Sieg

Der 9X8 ist seit seiner Premiere im Juli 2022 noch immer ohne Sieg. In der vergangenen WEC-Saison landete Peugeot nur auf Rang sieben der Herstellerwertung – hinter Ferrari, Toyota, Porsche und Cadillac, knapp geschlagen auch von BMW und Alpine. Die Spitze ist enger zusammengerückt, aber Peugeot war meist einen halben Schritt zu spät dran. Zu wenig Effizienz über die Distanz, zu viele kleine Unsauberkeiten im Verkehr, strategisch nicht immer auf Augenhöhe.

WEC Peugeot 9X8 2026
Peugeot 9X8. Credit: Stellantis

Besonders schmerzhaft: In Fuji lag ein mögliches Top-Ergebnis greifbar nah, ehe eine unglückliche Safety-Car-Phase alle Hoffnungen auf einen ersten Triumph zunichte machte. Solche Momente summieren sich in einer Meisterschaft, in der Konstanz über Brillanz siegt.

Mit Nick Cassidy holt Peugeot einen erfahrenen Rennsieger aus der Formel E ins Team. Doch selbst er weiß: So ein Hypercar ist ein anderes Biest. „Ich muss hier erst meine Rolle finden“, sagt der Neuseeländer. Dazu kommen Ex-Formel-2-Champion Theo Pourchaire und Malthe Jakobsen. Sie sind jung und schnell, aber in einer Serie unterwegs, in der Erfahrung oft Gold wert ist.

Routinier Loïc Duval bringt es nüchtern auf den Punkt: „Es geht darum, die kleinen Fehler zu vermeiden.“ Genau das war zuletzt die Achillesferse. Der Speed ist grundsätzlich da, aber in der WEC entscheiden Details: Verkehr auf der Strecke, Energiehaushalt über mehrere Stints, Reifenmanagement bei wechselnden Bedingungen.

Le Mans bleibt der Maßstab

Und dann ist da natürlich Le Mans. Der Klassiker an der Sarthe ist nicht nur ein Saisonhöhepunkt; er ist das Gradmesser-Rennen für jedes Werksteam. Peugeot hat dort Historie, drei Gesamtsiege stehen in den Geschichtsbüchern. Doch die Gegenwart heißt Ferrari. Die Italiener haben die letzten drei Ausgaben klar dominiert.

WEC Peugeot 9X8 2026
Peugeot 9X8. Credit: Stellantis

Ex-Formel-1-Star Paul di Resta, ebenfalls einer der Routiners bei Peugeot, formuliert es ehrlich: „Natürlich können wir behaupten: Wir fahren um den Sieg. Aber das wäre sehr optimistisch.“

Genau hier liegt die Herausforderung für 2026. Der 9X8 muss nicht nur schneller werden, sondern berechenbarer. Weniger Ausschläge im Reifenverschleiß, stabileres Energierückgewinnungssystem, konstantere Pace im Renntrimm. 

Am 28. März soll die Saison in Katar beginnen – vorausgesetzt, der Iran-Krieg vereitelt den Auftakt nicht. Dann wird sich zeigen, ob Peugeot 2026 nur optisch aufgerüstet hat oder ob der 9X8 endlich das einlöst, was er seit 2022 verspricht.

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