Formel 1: Ecclestone will Mercedes loswerden

Sollen Kundenautos herhalten, um die Macht von Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone (84) zu festigen und Mercedes aus der Formel 1 zu drängen?
F1-insider.com

Sollen Kundenautos herhalten, um die Macht von Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone (84) zu festigen und Mercedes aus der Formel 1 zu drängen?

F1-insider.com liegen Informationen vor, wonach dem genau so ist. Hintergrund: Ecclestone traf sich im Januar in Salzburg mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, um unter anderem das Thema Kundenautos zu besprechen. Dabei kam neben einem Konzept sogar ein Kostenvoranschlag heraus: Wenn Top-Teams  zwei ältere Chassis an kleinere Mannschaften lieferten, würde diese das pro Saison nur 10 Millionen Euro kosten.

Ein dazugehöriges Getriebe würde noch mal fünf Millionen Euro extra zu Buche schlagen. An dem Auto würde keine Entwicklungsarbeit mehr betrieben werden müssen. Verschiedene Aerodynamikpakete wären mit im Paket für extreme High-Speed-Kurse wie Monza etwa oder spezielle High-Down-Force-Strecken wie Monaco. Ein V8-Einheitsmotor mit einfachem KERS-System wäre für zehn Millionen pro Jahr zu haben. Behauptet man bei Renault. Insgesamt könnten finanziell angeschlagene Teams wie Force India eine Formel-1-Saison dann mit einem jährlichen Techniketat von 25 Millionen Euro bestreiten. Das wäre circa ein Drittel der Kosten, die sie in diesem Jahr noch aufwenden müssen.

Die Hilfe für die „kleineren“ Teams ist von Ecclestone aber scheinbar nur vorgeschoben. In Wahrheit gehe es dem Briten nur darum, durch die Einfuhr dieser „F1-Zweiklassengesellschaft“ Global Player wie Mercedes loszuwerden und den Einstieg anderer Weltkonzerne wie der Volkswagen-Gruppe zu verhindern. Denn beide lehnen eine „Zweiklassengesellschaft“ in der Königsklasse kategorisch ab.

Dazu kommt: Bei Mercedes aber auch Ferrari wurde in letzter Zeit immer mehr Kritik an Ecclestones diktatorischem Führungsstil laut. Besonders das bewusste Ignorieren der sozialen Medien als Vermarktungsinstrument wirft man ihm vor. F1-insider.com erfuhr, dass sich deshalb Mercedes-F1-Aufsichtsratchef Niki Lauda bei Ecclestone persönlich als Nachfolger des Briten ins Spiel gebracht hat. Ecclestone soll daraufhin wutentbrannt vor Zeugen gesagt haben: „Ich stelle sofort einen Scheck über 50 Millionen Pfund aus, wenn ich dadurch Mercedes loswerde.“

Bei Volkswagen kommt noch dazu: Eine der Bedingungen, die VW-Patriarch Ferdinand Piëch für einen Formel-1-Einstieg des Konzerns gestellt hat, ist: Formel 1 nur ohne Bernie Ecclestone. Ecclestones Befürchtung: Ein Einstieg VWs und als Folge eine Interessensallianz mit Mercedes könnte ganz schnell sein Ende als Machthaber der Formel 1 bedeuten.

Der Brite fühlt sich deshalb immer mehr in die Enge getrieben und wehrt sich mit Händen und Füssen. Die Idee der Kundenautos soll deshalb alleine SEIN Rettungsanker sein, nicht der von den kleineren Teams.

English version see below.

GOOGLE TRANSLATOR (no more, no less)

Shall customers cars serve to consolidate the power of Formula 1 boss Bernie Ecclestone (84) and urge Mercedes to leave Formula 1?

F1-insider.com learned that it is this way. Background: Ecclestone met in January in Salzburg with Red Bull boss Dietrich Mateschitz to discuss the topic of customer cars. A concept came out and even a cost proposal: If the top teams delivered two older chassis to smaller teams, it would cost them per season only 10 million euros.

In addition the gearbox would strike with five million euros extra to book. At the car no more development work would need to be done. Various aerodynamic packages would be included in the package for extreme high-speed courses such as Monza or special high down-force circuits like Monaco. A V8 engine unit with Standard KERS system would be available for ten million per year. This is according to Renault. In total financially troubled teams like Force India could then take part in a Formula 1 season with an annual technology budget of 25 million euros. That would be about one-third of the costs they have to spend this year.

But: The help for the “smaller” teams apparently only Ecclestone wants to take advantage of. By introducing this “F1 two-class society” the Brit wants to get rid of global players such as Mercedes and to prevent the entry of other global companies like Volkswagen group. Because both reject a “two-class society” in the premier motor racing class categorically.

In addition: Mercedes but also Ferrari criticize more and more Ecclestone’s dictatorial leadership style. Especially they dislike the conscious ignoring of social media as a marketing tool. F1-Insider.com learned that this is why Mercedes-F1-chairman of the board Niki Lauda has proposed himself personally as a successor of Ecclestone. Ecclestone reacted angrily and said in front of witnesses, “I immediately sign a check of 50 million pounds if I get rid of Mercedes.”

Furthermore: One of the conditions of VW to enter F1 wanted by VW patriarch Ferdinand Piëch: Formula 1 must be without Bernie Ecclestone. Ecclestone’s fear: An entry of VW and as a result an alliance with Mercedes could mean his end as dictator of Formula 1 very quickly.

Therefore, the Briton feels more and more cornered and is fighting with tooth and feet. The idea of customer cars is therefore only to save himself, not to help the smaller teams.

 

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