Die Formel 1 baut ihr Sprintformat weiter aus. F1-Boss Stefano Domenicali kündigt für 2027 deutlich mehr Kurzrennen an.
Die Formel 1 verändert ihr Rennwochenende weiter. Seit 2021 gehören Sprintrennen zum Programm, seit 2023 gibt es sechs davon pro Saison. Doch dabei soll es nicht bleiben: Ab 2027 will die Königsklasse die Zahl der Sprint-Wochenenden deutlich erhöhen.
Formel-1-Chef Stefano Domenicali bestätigt gegenüber Sky Sports: „Das wird geschehen, wenn wir sehr, sehr bald den Kalender bekannt geben.“
Der Plan: Statt bisher sechs Sprintrennen sollen künftig neun oder sogar zehn kurze Rennen pro Saison stattfinden.
Domenicali über Sprints: „Wir müssen mutig sein“
Für Domenicali ist die Erweiterung der logische nächste Schritt. Der Italiener weiß: Bei der Einführung der Sprints gab es viel Kritik von Fans und Fahrern. Trotzdem hält er am Konzept fest.
„Wenn wir an den Anfang zurückdenken, waren die Leute immer skeptisch gegenüber dem, was wir tun“, so der F1-Boss. „Ich denke, wir haben die Pflicht, mutig zu sein und über den Tellerrand hinauszuschauen.“

Sein Argument: Die Fans an der Strecke sollen an jedem Tag echte Action bekommen.
Domenicali: „Bei den 150.000 Menschen, die wir am Freitag in Silverstone hatten – wenn man denen nichts bietet, wo Action drin ist, wäre das falsch.“
Sein Fazit: „Ich denke, dass dies der richtige Weg ist. Wir sind gerade dabei, eine größere Anzahl für die Zukunft anzukündigen.“
Monza bekommt wieder ein Sprintrennen
Ein Austragungsort für 2027 steht bereits fest: Monza. Der Italien-Klassiker kehrt ins Sprintprogramm zurück.
Geronimo La Russa, Präsident des italienischen Automobilverbandes ACI, bestätigt: „Wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass wir ab nächstem Jahr für drei Jahre das Sprintrennen haben werden.“
Damit fährt die Formel 1 von 2027 bis mindestens 2029 in Monza zusätzlich zum Grand Prix auch ein Kurzrennen.
Sprint-Format wächst immer weiter
Monza gehörte bereits 2021 zu den ersten Teststrecken des neuen Formats. Damals wurden nur drei Sprintrennen ausgetragen: in Silverstone, Monza und São Paulo. Sieger des ersten Monza-Sprints war Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.
Seitdem hat die Formel 1 das Format mehrfach angepasst. Der Sprint entscheidet inzwischen nicht mehr über die Startaufstellung des Grand Prix, sondern ist ein eigenständiger Wettbewerb mit eigener Qualifikation.
2026 stehen die sechs Sprint-Wochenenden in Shanghai, Miami, Montreal, Silverstone, Zandvoort und Singapur an. Ein Jahr später folgt die nächste Ausbaustufe: Fast jedes zweite Rennwochenende könnte dann ein Sprint-Wochenende werden.
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