Formel 1

Audi-Boss äußert sich zur Zukunft von Nico Hülkenberg

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Nico Hülkenberg. Credit: Audi
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nico Hülkenberg ist mit 38 Jahren einer der erfahrensten Fahrer in der Formel 1. Doch sein Alter spielt für Audi-Teamchef Mattia Binotto keine Rolle. 

Audi ist in der Formel 1 angekommen. Seit dieser Saison tritt der deutsche Hersteller als Werksteam an. Mit einem klaren Ziel: Langfristig soll um Siege und Weltmeisterschaften gekämpft werden. Der Weg dorthin ist allerdings ein Marathon.

Das räumt Teamchef Mattia Binotto aktuell auch im Interview mit Motorsport.com ein: „Audi ist mit einer sehr klaren Ambition gestartet: Wir wollen ein Siegerteam werden“, sagt er da. Gleichzeitig warnt der frühere Ferrari-Teamchef vor zu hohen Erwartungen: „Man darf keine Wunder erwarten. Ein Eigentümerwechsel, eine neue Marke oder ein neues Fahrzeugdesign sorgen nicht plötzlich dafür, dass man 300 zusätzliche Mitarbeiter, neue Gebäude und bessere Werkzeuge hat.“

Hülkenberg überzeugt Audi-Boss

Eine wichtige Rolle beim Aufbau des Projekts spielt Nico Hülkenberg (38). Der Deutsche bildet zusammen mit dem jungen Brasilianer Gabriel Bortoleto das Fahrerduo. Während Bortoleto als Talent für die Zukunft gilt, bringt Hülkenberg die Erfahrung aus über 250 Formel-1-Rennen mit.

Doch auf die klassische Einteilung „jung gegen alt“ hat Binotto keine Lust. Der Audi-Boss erklärt: „Diese Fahrerpaarung wird oft als Kombination aus einem jungen Fahrer und einem Routinier beschrieben. Ich bevorzuge jedoch eine andere Definition: Für mich sind es zwei sehr schnelle Fahrer.“

Formel 1 Mattia Binotto Audi Monaco 2026
Mattia Binotto. Credit: Audi

Und weiter: „Noch wichtiger als das Alter ist für mich der Speed. Ein junger Fahrer und ein erfahrener Fahrer wären wertlos, wenn sie nicht konkurrenzfähig wären. Ich bin überzeugt, dass ich zwei sehr schnelle Fahrer habe.“ Eine deutliche Ansage pro Hülkenberg. 

Zuletzt gab es Spekulationen, der Deutsche könnte trotz seines Vertrags bis Ende 2027 vorzeitig beispielsweise gegen Carlos Sainz ausgetauscht werden, der bei Williams unzufrieden ist. Binottos Worte klingen nun allerdings nach Rückendeckung für den Deutschen.

Audi denkt langfristig

Dass der große Erfolg nicht sofort kommt, weiß auch Binotto. Zwar zeigt sich der Italiener mit dem Auto zufrieden, besonders in den Kurven sieht er bereits Fortschritte. Der größte Rückstand liegt aktuell beim neuen Audi-Antrieb.

„Was die Powerunit betrifft, überrascht mich das nicht. Ich wusste, dass wir mit einem gewissen Rückstand starten würden, weil wir komplett neues Know-how und neue Kompetenzen aufbauen mussten“, sagt Binotto.

Beim Chassis fällt sein Fazit positiver aus: „Was dieses Team bereits erreicht hat, ist ein großer Erfolg und gibt mir Zuversicht.“

Fest steht: Der große Audi-Plan reicht deutlich weiter als nur bis zur kommenden Saison. Binotto: „Unser Horizont ist das Jahr 2030. Bis dahin wollen wir ein Team aufgebaut haben, das um die Weltmeisterschaft kämpfen kann.“

Hülkenberg soll derweil helfen, aus dem neuen Werksteam einen Titelkandidaten zu formen. Gut für den Emmericher: Für Audi zählt dabei offenbar nicht sein Geburtsdatum, sondern sein Gasfuß.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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