Der Traum vom Nürburgring-Sieg ist für Max Verstappen brutal geplatzt. Nach mehr als 20 Stunden an der Spitze herrscht im Verstappen-Lager nach dem Technik-K.o. pure Enttäuschung.
Das Nürburgring-Märchen von Max Verstappen endete nicht auf dem Podium, sondern in der Garage. Nach über 20 Stunden an der Spitze platzte der Traum vom Sieg beim 24h-Rennen durch einen Technikdefekt am Winward-Mercedes.
Entsprechend groß war die Enttäuschung bei Verstappen und seinen Teamkollegen Daniel Juncadella und Lucas Auer.
„Das war’s. Das ist wirklich schwer zu verkraften“, schrieb Verstappen nach dem Rennen in den sozialen Netzwerken. Der Formel-1-Weltmeister bestätigte gleichzeitig den Ausfallgrund: eine gebrochene Antriebswelle.
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Verstappen-Kollege schildert die dramatischen Minuten
Besonders bitter: Der Defekt trat unmittelbar nach dem Fahrerwechsel von Verstappen auf Juncadella auf. Zunächst sah alles noch harmlos aus.
„Als ich aus der Box kam, hatte sich noch alles normal angefühlt“, schildert Juncadella. Erst nach etwa einem Drittel der Runde bemerkte der Spanier, dass das ABS ausgefallen war.

Mit veränderter Bremsbalance konnte er zunächst weiterfahren und sogar konkurrenzfähige Zeiten halten. Einen sofortigen Boxenstopp wollte das Team vermeiden – schließlich hätte man damit die Führung verloren.
Doch wenig später wurde aus dem kleinen Problem ein Drama.
„Plötzlich hat es hinten angefangen zu rattern und zu schleifen. Das Auto wurde unfahrbar“, berichtet Juncadella. Kurz darauf stand fest: Die Antriebswelle war gebrochen, der Kampf um den Sieg beendet.
„Herzzerreißend“
Die Enttäuschung sitzt tief. Denn nicht nur Verstappen, auch seine Teamkollegen hatten das 24h-Rennen am Nürburgring bislang nie gewonnen.
„Es ist herzzerreißend“, sagt Juncadella. „Wir hatten ein perfektes Rennen und ich habe so lange davon geträumt, dieses Rennen zu gewinnen.“

Auch für DTM-Star Lucas Auer war der Ausfall bitter. „Es ist natürlich frustrierend“, räumt der Österreicher ein. „Gleichzeitig versucht er, das Positive mitzunehmen: „Ich bin stolz auf unsere Gruppe und es war ein absolutes Vergnügen, das Auto mit diesen Jungs und dem gesamten Team zu teilen.“
Verstappen wohl auch 2027 wieder dabei
Besonders bitter für das Team: Bis zum Defekt hatte der Verstappen-Mercedes das Rennen über weite Strecken kontrolliert. Verstappen selbst hatte mit spektakulären Nachtstints, aggressiven Überholmanövern und enormem Tempo beeindruckt.
Juncadella betont deshalb auch, dass der Defekt nichts mit zu hartem Fahren zu tun gehabt habe: „Wir waren in den letzten Stunden sogar sehr vorsichtig unterwegs.“
Auch Auer widerspricht der Theorie, dass die vielen harten Kerb-Überfahrten die Ursache gewesen sein könnten: „Das macht man hier so. Es geht ums Überleben.“
Immerhin: Ganz vorbei scheint Verstappens Nürburgring-Geschichte noch nicht zu sein. Der Niederländer machte nach dem Rennen bereits klar, dass er gerne zurückkehren würde.
„Ich werde es natürlich versuchen“, sagt Verstappen mit Blick auf 2027 – sofern es der Formel-1-Kalender zulässt.
Zumindest einen kleinen versöhnlichen Abschluss gab es am Ende noch: Nach stundenlanger Reparatur schickte Winward den beschädigten Mercedes kurz vor Rennende noch einmal auf die Strecke, damit Verstappen und Co. das Rennen wenigstens offiziell beenden konnten.
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