Favoritensterben beim 24h Nürburgring: Mehrere GT3-Favoriten fliegen innerhalb weniger Stunden mit teils heftigen Unfällen raus – darunter Manthey-Porsche, Ferrari und der HRT-Ford.
Das 24h-Rennen am Nürburgring ist nach zunächst ruhigem Beginn komplett eskaliert. Innerhalb weniger Stunden erwischte es gleich mehrere GT3-Favoriten mit teils heftigen Unfällen – darunter den Manthey-„Grello“, den Scherer-Audi, einen Ferrari aus der Spitzengruppe und den HRT-Ford von David Schumacher.
Nach gut eineinhalb vergleichsweise ruhigen Rennstunden begann das Chaos zunächst im Bereich Schwedenkreuz. Der Audi R8 von Max Kruse Racing erlitt bei über 200 km/h einen Reifenschaden hinten links. Pilot Dominik Fugel verlor die Kontrolle und schlug heftig in die Leitplanken ein. Der Fahrer konnte glücklicherweise selbst aussteigen, doch die zerstörten Leitplanken sorgten für eine lange Code-60-Phase.
Ferrari aus Führungsgruppe crasht heftig
Nur kurze Zeit später erwischte es auch den Kondo-Racing-Ferrari aus der Spitzengruppe. Thierry Vermeulen wollte im Hatzenbach einen Cayman überholen, kam dabei mit zwei Rädern aufs Gras und verlor die Kontrolle über den Ferrari 296 GT3.
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Der Einschlag in die Leitplanke erfolgte frontal und heftig. Auch Vermeulen, Sohn von Max Verstappens Manager Raymond Vermeulen, konnte aus eigener Kraft aussteigen. Besonders bitter: Der Ferrari hatte nach cleverer Strategie zwischenzeitlich sogar das Rennen angeführt.
Regen sorgt für nächste Katastrophe
Mit einsetzendem Regen wurde die Nordschleife endgültig zur Rutschpartie. Im Bereich Pflanzgarten krachte der Scherer-Audi von Alexander Sims ins Heck des KCMG-Mercedes von Jesse Krohn. Beide GT3-Boliden wurden dabei so schwer beschädigt, dass das Rennen beendet war.

Später stellte sich heraus: Offenbar hatte es Verwirrung um die Code-60-Signale gegeben. Laut den Stewards wurde zunächst Grün gezeigt, kurz darauf dann plötzlich eine 60er-Zone. Krohn bremste abrupt – Sims konnte nicht mehr reagieren.
Manthey-Drama: Grello fliegt raus
Besonders hart traf es wenig später Manthey. Der beliebte „Grello“-Porsche mit der Startnummer 911 war lange einer der großen Siegkandidaten. Kevin Estre hatte den Porsche in der vierten Rennstunde wieder übernommen und jagte bereits den führenden Mercedes von Max Verstappen und Jules Gounon.
Doch im Brünnchen verlor Estre beim Überrunden plötzlich die Kontrolle über den Porsche. Der Franzose drehte sich und schlug rückwärts in die Leitplanke ein. Zwar schleppte sich der Porsche zunächst noch weiter, doch wenig später war endgültig Schluss.
Manthey-CEO Nicolas Raeder erklärte später, Estre sei auf einer Ölspur ausgerutscht. Replays zeigten tatsächlich Flüssigkeit auf der Strecke.
HRT-Ford fliegt an gleicher Stelle ab
Nur Minuten später krachte es an exakt derselben Stelle erneut – diesmal noch heftiger. Arjun Maini verlor im HRT-Ford Mustang GT3 ebenfalls die Kontrolle. Anders als bei Estre schlug der Ford allerdings frontal und mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke ein.
Der Mustang wurde an der Front komplett zerstört. Maini konnte glücklicherweise selbst aussteigen.
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Währenddessen blieb Max Verstappen trotz eines eigenen Schreckmoments weiter an der Spitze des Geschehens. Der Niederländer war zuvor selbst kurz durchs Gras gerutscht, hatte seinen Mercedes-AMG GT3 aber spektakulär abgefangen.
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