Ferrari testet den „Macarena“-Flügel in China, doch im Rennen verschwindet das Upgrade wieder. Fehlende Daten und Auswertung stoppen den Einsatz.
Ferrari sorgte beim China-Wochenende für Aufsehen und anschließend für Fragezeichen. Der viel diskutierte „Macarena“-Heckflügel tauchte im Training auf, verschwand danach aber wieder komplett. Im Rennen kam das auffällige Upgrade gar nicht mehr zum Einsatz.
Die Scuderia setzt große Hoffnungen in das neue Bauteil. Der spezielle Flügel mit beweglichen Elementen soll vor allem auf den Geraden den Luftwiderstand weiter reduzieren und damit Top-Speed bringen, also ein klarer Ansatz, um den Rückstand auf Mercedes zu verkleinern.
„Macarena“-Flügel: Nur ein kurzer Test
In Shanghai wurde der Flügel zunächst im ersten freien Training eingesetzt, doch noch vor dem Sprint-Qualifying zog Ferrari die Reißleine und tauschte ihn mit einer anderen Spezifikation aus. Teamchef Frédéric Vasseur machte später deutlich, warum: „Wenn wir Kilometer auf die Teile bringen wollen, müssen wir das im freien Training tun.“ Heißt im Klartext: Ferrari nutzte die Session vor allem für einen Funktionstest, nicht für den Renneinsatz.

Zu viele offene Fragen
Der Hauptgrund also für den Rückzieher: fehlende Daten. Ferrari wusste schlicht noch nicht genug über das Verhalten des neuen Flügels im Grenzbereich. Auch Lewis Hamilton zeigte sich überrascht von der Entscheidung: „Ich weiß nicht, warum wir wieder auf den alten Flügel zurückgegangen sind.“
Die Situation wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass Ferrari nur zwei Exemplare des neuen Flügels zur Verfügung hatte. Ein Risiko im Qualifying oder Rennen wollte man deshalb nicht eingehen.
Intern ging es vor allem um einen Punkt: Zuverlässigkeit. Die Ingenieure wollten sicherstellen, dass die komplexe Konstruktion unter Rennbedingungen stabil funktioniert. Vasseur bestätigte, dass genau das im Training überprüft wurde. Für den Rest des Wochenendes setzte Ferrari deshalb bewusst auf eine bewährte Variante.
Vom Tisch ist der „Macarena“-Flügel aber längst nicht. Im Gegenteil: Ferrari plant bereits den nächsten Einsatz. „Wir werden ihn wahrscheinlich nächste Woche wieder ans Auto bringen“, kündigte Vasseur mit Blick auf den Japan-GP an.
Voraussetzung: Die Auswertung der Daten aus Shanghai fällt positiv aus und die Zuverlässigkeit ist gewährleistet.
Der Druck ist groß. In China wurde erneut deutlich, wo Ferrari aktuell verliert: auf den Geraden. Mercedes hat dort teils deutliche Vorteile. Genau hier soll der neue Flügel helfen. Wird der „Macarena“-Flügel tatsächlich der erhoffte Performance-Booster? Ferrari lässt jedenfalls nichts unversucht und soll bereits an einem neuen Wundermotor werkeln. Im Kampf gegen Mercedes zählt aktuell schließlich jede Zehntelsekunde.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!