Noch dürfen beide Mercedes-Stars frei fahren, doch Toto Wolff deutet an: Im Titelkampf könnte Mercedes später Teamorder einsetzen.
Drei Rennen, drei Siege, Mercedes dominiert die Formel 1 2026. Doch hinter der perfekten Fassade lauert ein altbekanntes Problem: zwei Fahrer auf Titelkurs. Mit Kimi Antonelli und George Russell hat Mercedes aktuell das wohl stärkste Duo im Feld. Beide sind schnell genug für den Titel und genau das könnte im Saisonverlauf zum Zündstoff werden.
Teamchef Toto Wolff macht klar: Noch ist alles entspannt. Aber das kann sich schnell ändern. „Wir sind drei Rennen drin, das Auto ist gut. Wir müssen einfach unseren Job machen und den Fahrern die Werkzeuge geben, damit sie gewinnen können“, erklärt der Wiener.

Heißt: Aktuell dürfen beide frei fahren, ohne Stallorder und Einschränkungen. Doch der Österreicher schiebt direkt hinterher: „Gegen Ende der Saison werden wir sehen, wie sich die Punkte entwickeln und ob wir etwas tun müssen.“
Mercedes: Antonelli und Russell „von der Leine“
Noch deutlicher wird Wolff bei der aktuellen Situation: „Im Moment sind beide absolut von der Leine, solange immer ein gewisser Abstand zwischen den Autos bleibt, ist alles in Ordnung.“ Genau dieser „Abstand“ ist in der Formel 1 oft der schmale Grat zwischen freiem Racing und teaminternem Crash.
Mercedes kennt dieses Szenario nur zu gut. Zwischen 2014 und 2016 lieferten sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg einen erbitterten teaminternen Titelkampf, inklusive Kollisionen und interner Spannungen.

Genau dieses Szenario droht nun wieder. Zumal Antonelli aktuell leicht die Nase vorn hat. Zwei Siege in Folge haben ihm nicht nur die WM-Führung gebracht, sondern auch Momentum.
Noch profitiert Mercedes davon, dass die Konkurrenz hinterherhinkt, zumal sich die Ferrari- und McLaren-Piloten gegenseitig Punkte wegnehmen. Und Superstar Max Verstappen ist in einem schwachen Red Bull chancenlos.
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