Weltmeister Mansell attackiert die Formel-1-Führung: Die neuen Autos seien „gefährlich“. Und er widerspricht klar den Aussagen von Boss Domenicali.
Die Diskussion um die neuen Formel-1-Regeln eskaliert weiter, jetzt mischt sich auch noch der Weltmeister von 1992 mit ein. Nigel Mansell schießt gegen die aktuelle Entwicklung und widerspricht offen den Aussagen von Stefano Domenicali.
Der Brite, Champion von 1992, findet deutliche Worte zur neuen Generation von Autos: „Ich halte das aktuell für sehr gefährlich“, erklärt Mansell. Besonders die starke Abhängigkeit von Energierückgewinnung und Software stößt ihm sauer auf, ebenso wie die Tatsache, dass Fahrer teilweise massiv Tempo herausnehmen müssen.
Hinkt Domenicalis 80er-Jahre Vergleich?
Damit stellt er sich klar gegen Domenicali, der die neuen Regeln zuletzt verteidigt hatte. Der F1-Boss zog sogar Parallelen zur Turbo-Ära der 1980er-Jahre und sprach davon, dass „Lift and Coast“ schon damals zum Rennsport gehörte.

Mansell kontert deutlich: „Nein, das haben wir so nicht gemacht.“ Damals sei es eher ein leichtes Lupfen gewesen, etwa im Windschatten, nicht jedoch ein extremes Verlangsamen oder ein Eingriff durch komplexe Systeme. Besonders kritisch sieht er die Geschwindigkeitseinbrüche: „Wir sind nicht mit 50 bis 70 km/h weniger in schnelle Kurven gefahren.“
Formel 1: Lade- & Boost-Spiel wird zur Gefahr
Der Weltmeister schlägt damit in die gleiche Kerbe wie zahlreiche aktuelle Fahrer. Fast jeder Pilot der aktuellen Formel 1 hatte zuletzt Zweifel an den neuen Regeln geäußert.
Für Mansell geht es dabei nicht nur um Fahrspaß oder Authentizität, sondern vor allem um Sicherheit. Er verweist auf einen schweren Zwischenfall beim Japan-GP und warnt: „Wir hatten Glück. Das hätte ganz anders ausgehen können.“
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Sein Appell an die Verantwortlichen ist klar: Das Reglement müsse deutlich abgeändert werden, bevor es zu ernsthaften Konsequenzen kommt.
Immerhin haben sich die Regelmacher auf kleinere Anpassungen zum GP Miami geeinigt. Aber ist das genug? Wahrscheinlich nicht, zumal es mit der Erhöhung der Rekuperationsleistung (Super-Clipping) von 250 auf 350 kW weiter problematisch mit den Geschwindigkeitsunterschieden auf den Geraden werden dürfte…
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