Stroll rechnet knallhart mit der Formel 1 ab: Formel 3 mache „viel mehr Spaß“. Kritik am Reglement und der Entwicklung wird immer lauter.
Die Kritik am neuen Formel-1-Reglement schlägt weiter Wellen. Lance Stroll rechnet schonungslos mit der aktuellen Generation der Autos ab.
Während der fünfwöchigen Pause nutzte Stroll die Zeit für Ausflüge in andere Serien. Neben GT3 fuhr er auch wieder Formel-3-Autos, mit einem für ihn klaren Fazit: „Formel 1 macht mir längst nicht mehr so viel Spaß. Die Formel 3 ist tausendmal unterhaltsamer und belohnender.“

„Grundsätzlich falsches Konzept“
Für Stroll liegt das Problem tief im System. Die aktuelle Formel 1 mit starkem Fokus auf Energierückgewinnung, Batteriemanagement und „Lift and Coast“ entferne sich immer weiter vom klassischen Rennsport.
„Ich glaube, das grundlegende Konzept ist einfach falsch“, sagt er offen. In der Formel 3 hingegen sei alles direkter: „Du benutzt einfach deinen rechten Fuß, machst genau das, was du willst, bekommst genau das vom Auto zurück.“
Genau das ist in der in der Königsklasse mit dem Rekuperieren und Ausschütten der Batterieleistung über Software nicht mehr der Fall.
Formel 1 „als Business“
Besonders kritisch sieht Stroll die Entwicklung der Formel 1 abseits der Strecke. Für ihn klafft eine immer größere Lücke zwischen Fahrern und Verantwortlichen.
„Formel 1 ist ein Business. Es geht darum, das Image zu schützen“, erklärt er. Fahrer hingegen wüssten genau, wie sich ein „echtes Rennauto“ anfühlen müsse.
Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: Die aktuellen Autos seien „weit davon entfernt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen“.
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