Formel 1

„Braucht mehr als ein Kitzeln“: Verstappen droht weiter mit Abschied

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Japan 2026
Max Verstappen. Credit: Clive Mason/Getty Images
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Max Verstappen bleibt unzufrieden: Die angepassten Formel-1-Regen gehen ihm nicht weit genug. Auch seine Zukunft wirft weiter Fragen auf.

Die Formel 1 hat auf die Kritik der Fahrer reagiert und zum GP Miami an diesem Wochenende erste Anpassungen vorgenommen. Ziel des neuen Energiemanagements: weniger künstliches Racing, mehr echtes Fahren.

Für Max Verstappen sind diese Maßnahmen allerdings noch zu zaghaft. Er bezeichnet die getunten Regeln lediglich als ein „Kitzeln“. Der viermalige Weltmeister blickt entsprechend bereits aufs nächste Jahr voraus – und auf seinen Verbleib in der Königsklasse. „Dafür braucht es definitiv mehr als ein Kitzeln.“

Verstappen sieht positiven Trend

Trotz der Kritik sieht Verstappen einen positiven Trend: Die Verantwortlichen hören inzwischen stärker auf die Fahrer.

„Wir hatten einige gute Meetings mit der Formel 1 und der FIA“, räumt er ein. „Ich denke, das ist wahrscheinlich ein Ausgangspunkt für die Zukunft.“

Sein Wunsch: mehr Einfluss für die Piloten – auch langfristig. „Ich hoffe wirklich, dass es auch für die zukünftigen Fahrer mehr Einfluss von den Fahrern auf die Organisatoren geben wird.“

Verstappen deutet Abschied an

Brisant: Dennoch lässt der Niederländer erneut offen, wie lange er überhaupt noch in der Formel 1 bleiben will. „Es gibt nichts Neues, um ehrlich zu sein. Ich habe noch Zeit und lasse mir Zeit.“

Schon zuletzt hatte er angedeutet, die Königsklasse früher als geplant verlassen zu können, wenn die Antriebe und Regeln nicht mehr seinem Geschmack entsprechen.

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Japan 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Für den Niederländer ist klar: Die aktuellen Probleme hätten vermieden werden können – wenn die Fahrer früher stärker eingebunden worden wären. Verstappen: „Ich denke, wenn wir das vor fünf oder vielleicht sogar sechs Jahren gehabt hätten, wären wir heute wahrscheinlich nicht in dieser Situation.“

Auch Hamilton fordert mehr Mitsprache

Auch Lewis Hamilton schlägt in dieselbe Kerbe. Die Fahrer hätten zwar Gespräche mit FIA und Formel 1, aber keinen echten Einfluss. „Wir sind keine Entscheidungsträger, wir haben keinen Platz am Tisch – und das muss sich ändern“, betont der Ferrari-Star.

Gleichzeitig räumt der Brite ein, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssten. „Wir wollen, dass der Sport erfolgreich ist, also müssen wir zusammenarbeiten.“

Fazit

Die Formel 1 bewegt sich, aber für ihre Stars zu langsam. Verstappen fordert größere Schritte plus mehr Einfluss für die Fahrer und lässt seine eigene Zukunft offen. Miami wird zeigen, ob und wie die ersten Änderungen überhaupt wirken.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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