Lando Norris reichen die Regelanpassungen nicht. Der McLaren-Star erneuert seine Kritik am aktuellen Antriebskonzept der Formel 1.
Die Kritik am neuen Formel-1-Reglement geht trotz der Anpassungen zum letzten Rennen in Miami weiter. Lando Norris hat kein Blatt vor den Mund genommen und fordert radikale Konsequenzen.
Schon seit Saisonbeginn stehen die neuen 2026er-Antriebe in der Kritik. Batteriemanagement, Lift and Coast und künstlich gesteuerte Leistungsabgabe sorgen dafür, dass Fahrer nicht mehr frei am Limit fahren können. Genau das bringt Norris jetzt auf die Palme.
„Die Anpassungen sind ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber wir sind noch lange nicht da, wo die Formel 1 sein sollte“, erklärt der McLaren-Pilot. Zwar habe es Anpassungen gegeben, doch das Grundproblem bleibe bestehen.

Norris nach Miami-GP: „Du kannst nicht am Limit fahren“
Besonders deutlich wird er beim Thema Fahrgefühl. „Wenn du überall Vollgas gibst und so pushst wie früher, wirst du immer noch dafür bestraft“, sagt Norris. „Du kannst nicht einfach am Limit fahren. Und genau das sollte eigentlich niemals bestraft werden.“
Für ihn ist das der Kern des Problems: Die schnellste Runde fühlt sich nicht mehr natürlich an. Statt intuitiv zu fahren, müssen Piloten permanent Energiehaushalt und Einsatz der Batterie im Kopf behalten und genau das widerspricht dem Grundgedanken der Formel 1, generell des Motorsports.
Deshalb fordert Norris eine drastische, aber einfache Änderung. „Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass man das wirklich fixen kann. Man muss einfach die Batterie rauschmeißen.“

Eine klare Ansage, die perfekt zur aktuellen Stimmung im Fahrerlager passt. Immer mehr Fahrer stellen sich offen gegen das elektrolastige Hybrid-Konzept in seiner jetzigen Form. Auch Max Verstappen hatte zuletzt betont, dass die bisherigen Anpassungen nicht weit genug gehen.
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Die Formel 1 versucht weiterhin, Performance, Nachhaltigkeit und Herstellerinteressen unter einen Hut zu bringen. Doch Aussagen wie die von Norris nach Miami zeigen: Der Druck wächst und die Geduld der Fahrer wird immer kleiner. Die Botschaft ist unmissverständlich: Weniger Management, mehr Racing.
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