Mercedes dominiert die Formel 1 2026. Doch Ex-Teamchef Otmar Szafnauer sieht bei Red Bull offenbar deutlich mehr Potential.
Bei Mercedes läuft 2026 bislang alles nach Plan. Vier Rennen, vier Siege, die Silberpfeile geben aktuell klar den Ton in der Formel 1 an. Allerdings sind die Konkurrenten in Miami nach zahlreichen Updates schon deutlich näher herangerückt, allen voran McLaren und Red Bull.
Der ehemalige Teamchef Otmar Szafnauer glaubt, dass Red Bull langfristig sogar mehr Entwicklungspotential besitzen könnte als Mercedes, zumindest auf der Motorenseite.
„Ich denke, beim Red-Bull-Ford-Antrieb steckt mehr Potential als bei Mercedes“, erklärte Szafnauer im High Performance Podcast.

Der Hintergrund: Mercedes gilt aktuell als Maßstab bei den neuen 2026er-Motoren. Besonders die Power Unit der Silberpfeile soll der Konkurrenz derzeit überlegen sein. Doch genau deshalb sieht Szafnauer offenbar weniger Spielraum für weitere große Fortschritte.
Darf Red Bull ein Motor-Update bringen?
Bei Red Bull könnte die Situation anders aussehen. Der neue Red-Bull-Ford-Motor soll nach Szafnauer noch nicht als komplett ausgereift. Doch darf Red Bull mittels Updates nachrüsten?
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Red Bull schaut sich mögliche Verstappen-Nachfolger an
Wenn das Team von Max Verstappen nicht mehr zwei oder mehr Prozent in puncto Verbrennerleistung hinter Mercedes liegt, darf die Mannschaft wie Klassenprimus Mercedes kein Update bringen. Weiterentwickeln dürfen unter dem sogenannten ADUO-System nur die klar hinterherhinkenden Hersteller. Und dazu soll Red Bull aktuell nicht zählen.
Bei einem Leistungsdefizit von zwei Prozent darf ein sofortiges Update gebracht werden und eins für die kommende Saison geplant werden, bei sogar vier Prozent sind es sogar zwei direkte Verbesserungen und zwei weitere für die Zukunft.

Für das Auto selbst will Mercedes beim Kanada-GP ein großes Update-Paket bringen. Genau dort könnte sich zeigen, ob die Silberpfeile ihren Vorsprung weiter ausbauen oder ob Red Bull und McLaren weiter rankommen.
Tatsächlich deutete sich in Miami bereits ein kleiner Aufwärtstrend beim Verstappen-Rennstall an an. Der Holländer kämpfte im Qualifying wieder deutlich näher an der Spitze mit. Auch Teamchef Laurent Mekies sprach danach von einem „klaren Schritt nach vorne“.
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„Wir wussten, dass noch Rundenzeit im Auto steckt“, erklärte der Franzose. Besonders der Rückstand auf die Pole Position habe sich zuletzt deutlich reduziert.
Trotzdem bleibt Mercedes aktuell der Maßstab. Kimi Antonelli gewann zuletzt in China, Japan und Miami, während George Russell bereits beim Saisonauftakt in Melbourne triumphierte.
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