Aktive Aerodynamik in Monaco? Fehlanzeige! Auf der gesamten Strecke schalten die Fahrer nicht einmal in den Straight-Mode.
Ausgerechnet beim berühmtesten Rennen des Jahres wird eine der großen Formel-1-Neuerungen von 2026 offenbar keine Rolle spielen. Beim Grand Prix von Monaco verzichtet die FIA auf die sogenannten Straight-Mode-Zonen.
Mit dem neuen Reglement wurde das frühere DRS-System abgeschafft. Stattdessen setzen die Formel-1-Rennen jetzt auf aktive Aerodynamik mit zwei verschiedenen Modi: Corner Mode und Straight Mode.

Im Straight Mode stellen sich Front- und Heckflügel flacher, um den Luftwiderstand zu reduzieren und höhere Endgeschwindigkeiten auf den Geraden zu ermöglichen. In den Kurven wechseln die Autos wieder automatisch in den Corner Mode mit maximalem Abtrieb.
Auf den meisten Strecken gibt es dafür festgelegte Aktivierungszonen. Beim Großen Preis von Kanada waren beispielsweise gleich drei Straight-Mode-Bereiche vorgesehen.
Kein Straight-Mode in Monaco
In Monaco fehlt dieser jedoch offenbar komplett. Ein Blick auf die offizielle Streckenübersicht der Formel 1 zeigt zwar weiterhin die drei Sektoren, den Speedtrap vor dem Tunnel sowie den Overtake-Mode-Messpunkt und dessen Aktivierungsstelle. Separate Straight-Mode-Zonen sucht man allerdings vergeblich.
Der Grund liegt auf der Hand: Monaco besitzt praktisch keine echten Geraden. Selbst die Passage durch den Tunnel ist vergleichsweise kurz und ohne Abtrieb mit dem scharfen Bogen schlicht zu gefährlich, während der Rest der Strecke aus engen Kurven und langsamen Richtungswechseln besteht.
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Damit spielt die aktive Aerodynamik im Fürstentum keine Rolle, die Fahrer sind die ganze Runde über im Kurvenmodus unterwegs.
Der Monaco-GP findet vom 5. bis 7. Juni statt. Das Rennen startet am Sonntag traditionell um 15:00 Uhr Ortszeit.
Wird Überholen ohne das Flachstellen also schwerer? Nein, im Gegenteil, wenn kein Fahrer die Flügel flachstellen darf, ist der Abtrieb größer, der Windschatteneffekt damit auch. Der Überholmodus steht wie auf allen anderen Kursen zur Verfügung.
Allerdings dürfte trotz der Regelanpassungen zur neuen Saison auch dieses Jahr in Monaco wieder eine absolute Rarität bleiben.
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