Bei Red Bull könnte sich der nächste prominente Abschied anbahnen. Ralf Schumacher bringt nun einen langjährigen Schlüsselmann des Teams als möglichen Abgang ins Spiel.
Bei Red Bull kehrt einfach keine Ruhe ein. Nach den Abschieden von Teamchef Christian Horner, Technik-Genie Adrian Newey, Motorsportchefberater Helmut Marko und Teammanager Jonathan Wheatley könnte dem Weltmeisterteam offenbar schon bald der nächste wichtige Mann verloren gehen.
Ralf Schumacher bringt im Podcast Backstage Boxengasse nun einen weiteren prominenten Namen ins Spiel: Chefingenieur Paul Monaghan. Der Brite gehört seit den Anfangstagen zu Red Bull und war sowohl an den WM-Erfolgen von Sebastian Vettel als auch von Max Verstappen maßgeblich beteiligt.

„Das hört man jedenfalls“, sagte Schumacher über mögliche Wechselgedanken Monaghans. Eine Bestätigung dafür gibt es bislang zwar nicht. F1-Insider.com sind entsprechende Spekulationen aber ebenfalls zu Ohren gekommen.
Monaghan widersprach Verstappen öffentlich
Schumacher begründete seine Vermutung derweil vor allem mit einem ungewöhnlichen öffentlichen Auftritt Monaghans. Der Red-Bull-Ingenieur hatte zuletzt die Kritik von Max Verstappen am aktuellen Auto etwas relativiert.
„Wir kennen Max ein bisschen und die Situation ist eigentlich gar nicht so schlecht. Man muss das in den richtigen Kontext setzen“, hatte Monaghan erklärt.
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Für Schumacher ein bemerkenswerter Vorgang: „Das war das erste Mal, dass ein offizieller Vertreter es gewagt hat, in gewisser Weise dagegenzuhalten.“
Gerade bei Red Bull galt in der Vergangenheit die Devise, interne Diskussionen möglichst nicht nach außen zu tragen.
Marko fehlt Red Bull an allen Ecken
Schumacher sieht die Ursache für die aktuelle Unruhe vor allem im Weggang von Helmut Marko. Der langjährige Motorsportberater hatte Red Bull Ende 2025 verlassen.

„Es zeigt vor allem, wer fehlt – und das ist Dr. Helmut Marko“, erklärt der Deutsche. „Er stand hinter dem Team und hinter den Fahrern, hat klare Grenzen gesetzt und die Richtung vorgegeben.“
Marko habe zudem viele Probleme im Hintergrund gelöst und wichtige Personalentscheidungen getroffen. „All das ist jetzt weg“, so Schumacher.
Red Bull verliert seine Erfolgsstruktur
Tatsächlich hat sich die personelle Struktur bei Red Bull in den vergangenen Jahren massiv verändert. Neben Horner, Newey, Wheatley und Marko wird auch Max Verstappens langjähriger Renningenieur Gianpiero Lambiase das Team Ende 2027 verlassen und zu McLaren wechseln.
Gleichzeitig kämpft Red Bull sportlich mit Problemen. Zum Start des neuen Reglements ist das Team hinter Mercedes und Ferrari zurückgefallen. Auch die Zukunft von Max Verstappen sorgt weiterhin für Spekulationen.
Sollte mit Paul Monaghan tatsächlich ein weiterer Schlüsselmann gehen, würde die Erosion der einstigen Erfolgsstruktur weitergehen.
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