Mick Schumacher lag in Detroit plötzlich auf Platz zwei. Doch dann folgten Kollision, Strafe und Funkdefekt für den Deutschen.
Was für ein verrücktes Rennen für Mick Schumacher in Detroit! Der Deutsche schien zwischenzeitlich plötzlich auf Podiumskurs zu liegen, erlebte dann aber innerhalb weniger Minuten den kompletten Absturz.
Vom 23. Startplatz arbeitete sich Schumacher beim IndyCar-Rennen auf dem engen Stadtkurs von Detroit zunächst Stück für Stück nach vorne. Sein Team Rahal Letterman Lanigan Racing setzte früh auf eine mutige Strategie und holte den Deutschen vorzeitig zum letzten Boxenstopp herein.
Kurz darauf spielte das Glück scheinbar auf Schumachers Seite. Direkt nach seinem Stopp kollidierten Santino Ferrucci und Rinus VeeKay, wodurch eine Gelbphase ausgelöst wurde. Weil der Großteil des Feldes zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestoppt hatte, fand sich Schumacher beim folgenden Restart plötzlich auf Rang zwei wieder, direkt hinter Spitzenreiter Alex Palou.

Doch die Sensation hielt nicht lange. Beim Restart kämpfte Schumacher erneut mit mangelndem Grip und geriet sofort unter Druck. David Malukas attackierte den Deutschen, beide lieferten sich über mehrere Kurven ein hartes Duell. Dann ging alles schief.
Schumacher kollidiert mit Malukas
Vor Kurve fünf verbremste sich Schumacher und kollidierte mit Malukas. Beide Fahrer wurden ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis war damit dahin.
Nach dem Rennen wurde zudem bekannt, dass Schumacher ohnehin eine Strafe erhalten hätte. Die Rennleitung stellte fest, dass die Boxengasse zum Zeitpunkt seines Stopps bereits geschlossen gewesen war. Dadurch wäre er seinen zweiten Platz später ohnehin wieder losgeworden.
Damit war das Chaos allerdings noch nicht beendet.
Rund 15 Runden vor Schluss musste Schumacher erneut an die Box. Der Funk seines Dallara-Honda war ausgefallen. Auf Anweisung der Rennleitung wurde das Auto repariert, wodurch der Deutsche weitere acht Runden verlor. Am Ende kam Schumacher mit neun Runden Rückstand lediglich auf Rang 21 ins Ziel.
Den Sieg sicherte sich WM-Spitzenreiter Alex Palou. Der Spanier dominierte das Rennen trotz mehrerer Gelbphasen und setzte sich vor Kyle Kirkwood und Schumachers Teamkollegen Graham Rahal durch. Für Rahal Letterman Lanigan Racing gab es damit immerhin einen Podestplatz.
IndyCar Detroit 2026: Ergebnis
| Pos. | Fahrer | Team |
|---|---|---|
| 1 | Alex Palou | Chip Ganassi Racing |
| 2 | Kyle Kirkwood | Andretti Global |
| 3 | Graham Rahal | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 4 | Pato O’Ward | Arrow McLaren |
| 5 | Christian Lundgaard | Arrow McLaren |
| 6 | Felix Rosenqvist | Meyer Shank Racing |
| 7 | Louis Foster | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 8 | Marcus Ericsson | Andretti Global |
| 9 | Kyffin Simpson | Chip Ganassi Racing |
| 10 | Josef Newgarden | Team Penske |
| 11 | Marcus Armstrong | Meyer Shank Racing |
| 12 | Rinus VeeKay | Juncos Hollinger Racing |
| 13 | Dennis Hauger | Dale Coyne Racing |
| 14 | Sting Ray Robb | Juncos Hollinger Racing |
| 15 | Nolan Siegel | Arrow McLaren |
| 16 | Caio Collet | A.J. Foyt Enterprises |
| 17 | Alexander Rossi | Ed Carpenter Racing |
| 18 | David Malukas | Team Penske |
| 19 | Scott McLaughlin | Team Penske |
| 20 | Romain Grosjean | Dale Coyne Racing |
| 21 | Mick Schumacher | Rahal Letterman Lanigan Racing |
| 22 | Will Power | Andretti Global |
| 23 | Santino Ferrucci | A.J. Foyt Enterprises |
| 24 | Scott Dixon | Chip Ganassi Racing |
| 25 | Christian Rasmussen | Ed Carpenter Racing |
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