Jock Clear hat mit Michael Schumacher und Lewis Hamilton zusammengearbeitet, der Brite spricht über den Weltmeister-Vergleich.
Lewis Hamilton und Michael Schumacher sind die zwei Rekordweltmeister der Formel 1, doch ausgerechnet ein Mann, der mit beiden gearbeitet hat, sieht kaum Gemeinsamkeiten zwischen den Legenden.
Jock Clear, früher Ingenieur von Schumacher bei Ferrari und später jahrelang an der Seite von Hamilton bei Mercedes, widerspricht dem Vergleich deutlich. „Ich sehe keine gemeinsamen Elemente“, erklärte der Brite im Interview mit Formula1.it.

„Hamilton ist anders als Schumacher, Vettel oder Antonelli. Jeder Fahrer hat seinen eigenen Weg zum Erfolg. Ich hätte mit Lewis niemals auf dieselbe Art arbeiten können wie mit Michael.“
Seit Hamiltons Sieg in Barcelona wird immer wieder darüber spekuliert, ob der Brite bei Ferrari eine ähnliche Erfolgsära starten könnte wie Schumacher ab dem Jahr 2000. Für Clear geht diese Diskussion jedoch am Kern vorbei.
Hamilton und Schumacher „haben nichts gemeinsam“
„Das Einzige, was Champions gemeinsam haben, ist, dass sie nichts gemeinsam haben“, sagt der Ingenieur. Hamilton habe zwar großen Respekt vor Schumacher, versuche aber keineswegs, dessen Karriereweg zu kopieren.
„Lewis schaut nicht auf Michael, um ihn nachzuahmen. Natürlich beobachten Fahrer einander und lernen Kleinigkeiten voneinander. Aber am Ende findet jeder seinen eigenen Weg.“

Clear glaubt deshalb auch nicht, dass Hamiltons schwieriger Saisonstart etwas Außergewöhnliches war. Entscheidend sei vielmehr, dass Ferrari nun endlich ein konkurrenzfähiges Gesamtpaket geschnürt habe.
„Wir haben gesehen, dass Lewis gewinnen kann. Ferrari kann gewinnen. Aber dafür braucht man ein Auto, das mit Mercedes, Red Bull und McLaren mithalten kann.“
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Nach dem Triumph in Barcelona trauen viele Hamilton plötzlich sogar den WM-Titel zu. Clear will das nicht ausschließen. „Es könnte in dieser Saison noch Überraschungen geben“, sagt der Ferrari-Mann. „Ich würde Ferrari im Titelkampf jedenfalls nicht abschreiben.“
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