Formel 1

Streit um Monaco-Ergebnis erreicht die nächste Eskalationsstufe

Formel 1 Lewis Hamilton und Charles Leclerc Ferrari Monaco 2026
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari
Alex Warneke
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Nach der Entscheidung Pierre Gaslys Zeitstrafen aufzuheben, hat nun McLaren ein Statement zur Thematik veröffentlicht.

Der Streit um das Ergebnis des Monaco-GP geht in die nächste Runde. Nach McLaren hat nun auch Red Bull offiziell Berufung gegen die Entscheidung der Rennkommissare eingelegt, Pierre Gaslys Podiumsplatz wiederherzustellen.

Damit landet der Fall nun vor dem Internationalen Berufungsgericht der FIA, der höchsten juristischen Instanz im Motorsport.

Auslöser der Kontroverse war ein Fehler im Zeitmesssystem der Boxengasse. Mehrere Fahrer waren während des Rennens wegen einer angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitung bestraft worden. Später stellte sich heraus, dass die Messung fehlerhaft war. Die FIA hob daraufhin Gaslys Strafen auf und setzte den Alpine-Piloten wieder auf Rang drei.

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Monaco 2026
Oscar Piastri. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images

Vor allem McLaren sieht darin ein Problem. Denn Oscar Piastri hatte eine identische Strafe bereits während des Rennens abgesessen und verlor durch die nachträgliche Korrektur einen Platz im Endklassement.

Monaco-Posse: McLaren veröffentlicht Statement

„Wir respektieren die juristischen Verfahren der FIA und die Arbeit der Rennkommissare voll und ganz“, erklärte McLaren in einem Statement. „Wir sind aber der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Regelkonsistenz und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft.“

Die Briten befürchten eine Ungleichbehandlung der Fahrer. „Die nachträgliche Aufhebung der Strafen führt zu einer Situation, in der einige Fahrer benachteiligt werden, obwohl sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Rennkommissare gehalten haben“, heißt es weiter.

„Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr sportlicher Ungleichbehandlung und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements.“

Formel 1 Isack Hadjar Red Bull Monaco 2026
Isack Hadjar. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Auch Red Bull schloss sich der Berufung an. Das Team um Max Verstappen sieht die Entscheidung der Rennkommissare ebenfalls kritisch und möchte den Fall vor der höchsten FIA-Instanz klären lassen.

Mercedes hatte zunächst ebenfalls eine Überprüfung der gegen George Russell verhängten Strafen beantragt. Die Silberpfeile zogen ihren Antrag jedoch nach Gesprächen mit der FIA und der Formel-1-Führung wieder zurück.

Damit stehen nun nur noch McLaren und Red Bull im Zentrum des juristischen Tauziehens.

Das Internationale Berufungsgericht wird den Fall voraussichtlich im Juli verhandeln. Dort werden beide Teams ihre Argumente und Beweise vorlegen. Das Gericht kann die Entscheidung der Rennkommissare bestätigen, abändern oder erneut aufheben.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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