Formel 1

Ex-Fahrer sorgt mit spannender Vettel-Aussage für Aufsehen

Formel 1 Sebastian Vettel
Sebastian Vettel. Credit: Red Bull Content Pool
Alex Warneke
Alex Warneke

Scott Speed blickt kritisch auf seine F1-Zeit zurück. Mit einem verbalen Fehltritt ebnete er Vettel den Weg zum Stammcockpit.

Der ehemalige Toro-Rosso-Pilot Scott Speed hat in einem offenen Interview tief blicken lassen und dabei auch eine interessante Verbindung zu Sebastian Vettel gezogen.

Rückblickend wird klar: Seine eigene Formel-1-Karriere scheiterte nicht nur am Speed, sondern vor allem an ihm selbst.

Speed war 2006 einer der ersten Red-Bull-Junioren, die den Sprung in die Königsklasse schafften. Doch nach nur eineinhalb Jahren und 28 Starts war Schluss, Vettel übernahm mitten in der Saison sein Cockpit und schrieb später Motorsportgeschichte.

Heute sagt Speed: „So viel hätte ich anders machen können. Ich hatte keine Kommunikationsfähigkeiten, keine echte Ausbildung, ich wusste gar nicht, wie die Welt funktioniert.“

Speed: „Ich hatte nie eine klare Vorstellung davon, welchen Einfluss ich als Fahrer habe. Ich dachte einfach, ich setze mich ins Auto und bin schnell, aber ich wusste nicht warum.“

Vettel übernahm Speeds Cockpit

Der Knackpunkt seiner Karriere kam schließlich 2007 am Nürburgring. Nach einem chaotischen Regenrennen eskalierte ein Streit mit Teamchef Franz Tost.

Sebastian Vettel, GP Brasilien 2009, Credit: Red Bull Content Pool
Sebastian Vettel, GP Brasilien 2009, Credit: Red Bull Content Pool

Speed erinnert sich: „Er fragte mich, was in Kurve 1 passiert ist. Ich sagte: Dasselbe wie bei allen anderen. Und dann meinte er: ‚Nein, nur bei den Idioten.‘ Ich habe ihm gesagt, er soll sich verpissen und bin gegangen. Nächstes Rennwochenende saß dann Sebastian Vettel in meinem Auto.“

Nach dem Fehltritt fiel es der Red Bull-Leitung noch leichter ihn durch Vettel zu ersetzen. Damit ebnete er dem späteren viermaligen Weltmeister den Weg zum Stammcockpit.

Heute ordnet Speed das schonungslos ein: „Ich war einfach ein überhebliches Kind. Ich dachte, ich kann dem Teamchef so etwas sagen und alles ist okay. War es nicht.“

Rückblickend glaubt er sogar, dass sein Aus in der Formel 1 unvermeidbar war: „Ich hatte einfach nicht die Fähigkeiten, um zu verstehen, was es braucht, um auf diesem Level erfolgreich zu sein.“

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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