Nach seinem Marathon-Sieg im Australian-Open-Halbfinale jubelt Carlos Alcaraz wie Fernando Alonso. Ein besonderer Draht zwischen zwei spansischen Ausnahmekönnern.
Als Carlos Alcaraz nach seinem epischen Halbfinal-Sieg bei den Australian Open plötzlich eine ungewöhnliche Pose einnahm, war klar: Die war kein Zufall. Nach 5 Stunden und 27 Minuten Tennis-Geschichte gegen Alexander Zverev, dem längsten Halbfinale der Turniergeschichte, imitierte der Spanier eine ikonische Jubelgeste von Fernando Alonso.
Alcaraz hatte gerade mit 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5 gewonnen, trotz zwischenzeitlicher Bein-Krämpfe. Danach folgte die „Ninja-Pose“: Ein Bein angehoben, Oberkörper nach vorn geneigt, die Arme ausgebreitet – exakt jene Geste, mit der Alonso 2006 in Suzuka seinen berühmten Renault-Sieg feierte. Für Alcaraz eine bewusste Hommage an seinen Landsmann.

Die Bewunderung ist seit Jahren bekannt. Bereits 2023 schrieb Alcaraz nach einem Match auf die TV-Kamera: „33 soon“, eine klare Anspielung auf Alonsos Jagd nach seinem 33. Formel-1-Sieg. Später erklärte der Tennis-Star: „Ich feuere Fernando an. Es ist verrückt, was er in seinem Alter noch leistet. Er kämpft praktisch um die Weltmeisterschaft.“
Alonso hat Alcaraz zum Formel-1-Fan gemacht
Auch Alonso selbst reagierte mehrfach öffentlich auf Alcaraz’ Erfolge. Nach einem Lob des F1-Stars antwortete Alcaraz in den sozialen Medien: „Du hast mich für das Indian-Wells-Finale motiviert! Du bist ein Tier!“ Kein Wunder also, dass Alcaraz zugibt: „Fernando hat mich dazu gebracht, Formel 1 zu schauen und ihn zu unterstützen.“
Cómo 33? https://t.co/Go94oqS6P5
— Carlos Alcaraz (@carlosalcaraz) March 28, 2023
Der sportliche Gleichklang ist bemerkenswert. Mit dem Triumph im Australian Open-Finale gegen Novak Djokovic ist Alcaraz der jüngste Spieler der Geschichte, der alle vier Grand-Slams gewinnen konnte. Alonso gratulierte dem jungen Tennis-Überflieger auf Instagram: „Einfach Wahnsinn, der nächste Meilenstein, herzlichen Glückwunsch!“
Die Pose war in jedem Fall mehr als Alcaraz-Show: Sie steht für Respekt, nationale Verbundenheit und sportliche Parallelen zweier spanischer Ausnahmeathleten. Tennis trifft Formel 1 und Alcaraz macht keinen Hehl daraus, wem er diesen Moment gewidmet hat.
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