Aston Martin droht in Melbourne der Super-GAU: Wegen Honda-Problemen und Teilemangel steht sogar ein vorzeitiges Abstellen nach der Einführungsrunde im Raum.
Dem Team von Aston Martin Aramco Cognizant F1 Team droht beim Saisonauftakt in Melbourne offenbar ein drastischer Fehlstart. Nach den massiven Problemen bei den Tests in Bahrain steht sogar ein Extrem-Szenario im Raum: Nach Berichten aus Italien könnte Aston Martin gezwungen sein, das Rennen nur pro forma zu starten, oder im schlimmsten Fall ganz auszusetzen.
Im Zentrum der Krise steht die neue Power Unit von Honda. Der Antrieb soll unter starken Vibrationen leiden, die das Hybridsystem beschädigen. Bereits in Bahrain sorgten Defekte für Ausfälle und drastisch eingeschränkte Testprogramme. Ersatzteile sind offenbar knapp, was die Lage weiter verschärft.
Ein mögliches Notfall-Szenario: Beide Autos absolvieren die Einführungsrunde, stellen das Fahrzeug danach aber direkt in der Box ab, um größere Schäden zu vermeiden. Voraussetzung wäre allerdings eine Quali-Runde innerhalb der 107-Prozent-Regel. Ein kompletter Nicht-Antritt könnte hingegen als Verstoß gegen das Concorde-Abkommen gewertet werden, mit entsprechenden Strafen.
Aston Martin hofft auf Honda-Update
Resthoffnung gibt es dennoch. Ein kurzfristiges Honda-Update soll laut „PlanetF1“ noch vor dem Rennwochenende getestet werden. Dafür wurde Technikchef Andy Cowell sogar nach Japan entsandt, um die Entwicklung zu beschleunigen. Sollte das Update greifen, könnte ein regulärer Start möglich sein.
Doch die Zeit drängt. Nach dem kostspieligen Neuaufbau rund um Lawrence Stroll, Adrian Newey und Fernando Alonso wäre ein Ausfall schon beim ersten Rennen ein sportliches und image-technisches Desaster. Melbourne könnte für Aston Martin zur Nagelprobe werden.
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