Seit sechs Rennen ist Audi ohne Punkte. Bereits zum letzten WM-Lauf haben die vier Ringe ein Motor-Update gebracht. Was hat es damit auf sich?
Audi schöpft nach dem Trainingsauftakt in Spielberg neue Hoffnung. Nachdem das Werksteam zuletzt sechs Rennen in Folge ohne Punkte geblieben war, zeigt sich Teamchef Mattia Binotto mit dem neuesten Update-Paket zufrieden und verrät erstmals Details zu den Veränderungen an der Power Unit.
Im ersten Freien Training landete Nico Hülkenberg auf Rang zwölf, Ersatzfahrer Paul Aron belegte Platz 17. Für Binotto stand dabei allerdings zunächst nicht die Rundenzeit im Vordergrund.
„Im ersten Training ging es vor allem darum, Daten zu sammeln und das neue Paket zu bewerten. Bisher können wir sagen: Wir hatten keine Probleme und sind zufrieden mit dem, was wir nach Österreich mitgebracht haben“, erklärte Binotto bei Sky.

Erst im zweiten Training wolle Audi den Fokus stärker auf die reine Performance legen. „Im Mittelfeld wird es wieder extrem eng. Wir glauben, dass wir um Q3 kämpfen können. Vielleicht sind dieses Wochenende auch endlich wieder Punkte möglich.“
Motor-Update soll Fahrbarkeit verbessern
Binotto sprach auch genauer über das Motor-Update, das bereits beim vergangenen Grand Prix in Barcelona eingeführt wurde. Dabei gehe es nicht in erster Linie um zusätzliche Leistung.
„Es handelt sich hauptsächlich um Hardware-Änderungen. Wir haben am Turbolader gearbeitet, um den gesamten Antriebsstrang besser fahrbar zu machen.“ Vor allem in langsamen Kurven habe Audi bislang Probleme gehabt.
„Es geht nicht nur um mehr Leistung. Viel wichtiger ist die Fahrbarkeit. Das Auto soll beim Herunterschalten stabiler bleiben, damit die Fahrer mehr Vertrauen bekommen.“ Laut Binotto werde sich genau das letztlich auch in den Rundenzeiten bemerkbar machen.

Start weiter größte Schwäche
Trotz der Fortschritte sieht der Audi-Teamchef weiterhin Verbesserungsbedarf. Vor allem die Rennstarts kosten das Team regelmäßig wertvolle Positionen.
„Wir zeigen inzwischen das Potenzial für Q3, haben daraus aber noch keine Punkte gemacht. Unsere Starts sind weiterhin eine Schwäche. Wenn man im Qualifying eine gute Ausgangsposition herausfährt und diese direkt nach dem Start verliert, wird es natürlich schwierig.“
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Deshalb liege der Fokus für Spielberg nicht nur auf dem neuen Motorpaket, sondern auch auf einer verbesserten Startprozedur.
Nach nur zwei Punkten beim Saisonauftakt in Australien wartet Audi inzwischen seit sechs Grand Prix auf weitere Zähler. In Spielberg soll diese Negativserie nun endlich enden.
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