Formel 1

Audi-Teamchef kontert Fahrer-Kritik an den neuen Autos

Formel 1 Australien 2026 Jonathan Wheatley Audi
Jonathan Wheatley. Credit: Audi
Alex Warneke
Alex Warneke

Audi-Teamchef Jonathan Wheatley äußert sich in Melbourne zu den neuen Autos 2026 und der damit verbundenen Fahrerkritik.

Während mehrere Fahrer nach dem Saisonauftakt in Melbourne deutliche Kritik an den neuen Formel-1-Autos geäußert haben, schlägt Audi-Teamchef Jonathan Wheatley einen ganz anderen Ton an. Der Brite sieht im ersten Rennen der neuen Ära sogar viele positive Aspekte. „Das Positive ist doch: Audi ist in der Formel 1, Cadillac ist in der Formel 1“, sagte Wheatley nach dem Rennen. „Wir haben ein Rennen gesehen, in dem Positionen gewechselt wurden, mit tollen Überholmanövern.“

Auch der häufig kritisierte Energiekampf gefällt dem Audi-Teamchef. „Die Jungs wollen Rennen fahren. Und Max (der Chefkritiker unter den Piloten, Anm. d. Red.) hatte heute auch ein ziemlich gutes Rennen und ein Resultat“, erklärte er. „Und ganz ehrlich: Ich habe heute kein Problem gesehen. Die Autos haben Racing geboten. Strategie hat immer noch eine Rolle gespielt.“

Formel 1 Australien 2026 Gabriel Bortoleto Audi
Gabriel Bortoleto. Credit: Simon Galloway/LAT Images/Pirelli

Besonders deutlich wird Wheatley beim Thema Energiemanagement, das viele Fahrer zuletzt kritisiert hatten. „Dieser faszinierende Energiekampf, von dem die Fahrer sagen, dass er nicht faszinierend ist, ich fand ihn toll.“

Audi feiert Punkte beim Debüt

Sportlich verlief der Saisonauftakt für Audi trotz eines Rückschlags erfolgreich. Gabriel Bortoleto fuhr beim ersten Rennen des neuen Werksteams direkt auf Platz neun und holte damit WM-Punkte. Wheatley: „Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir erreicht haben. Stolz auf die Arbeit in Hinwil und Neuburg und auf all die Menschen, die uns hierhergebracht haben.“

Der Teamchef betonte dabei, wie viel beim neuen Projekt komplett neu aufgebaut wurde. „Wir sehen aus wie ein neues Team. Alles, was man auf der Strecke sieht, ist neu, das Auto, das Getriebe, einfach alles. Dass wir direkt Punkte holen, ist ein historischer Tag für uns.“

Hülkenberg-Drama vor dem Start

Für Nico Hülkenberg verlief der Auftakt dagegen bitter. Der einzige deutsche Stammfahrer im Feld musste das Rennen bereits vor dem Start aufgeben, nachdem sein Audi auf der Einführungsrunde plötzlich stehen blieb. „Ich möchte allen deutschen Fans und allen Fans von Nico sagen: Es tut mir leid, dass ihr ihn heute nicht sehen konntet“, sagte Wheatley.

Der Grund für das Problem war offenbar ein schwerwiegender Elektronikfehler. „Wir haben auf dem Weg in die Startaufstellung die Telemetriedaten verloren. Es gab überhaupt keine Kommunikation mehr mit dem Auto“, erklärte der Audi-Teamchef. „Wir hatten einen Verdacht und haben versucht, das zu reparieren, aber wir haben es nicht geschafft.“ Hülkenberg selbst verzichtete nach dem Rennen auf Interviews.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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