Martin Brundle zieht den Schumacher-Vergleich zu Max Verstappens Formel-1-Kritik. Hätte der Rekordweltmeister die Situation anders gehandhabt?
Die Kritik von Max Verstappen an der Formel 1 2026 sorgt weiter für Wirbel und ruft jetzt eine Stimme aus der alten Schule auf den Plan. Ex-Pilot und Sky-Experte Martin Brundle zieht einen brisanten Vergleich und bringt dabei eine Ikone ins Spiel: Michael Schumacher.
Der Holländer hatte die neue Fahrzeuggeneration scharf attackiert. Zu viel Energiemanagement, zu wenig echtes Racing, für den Weltmeister fühlt sich die Formel 1 inzwischen „nicht mehr richtig“ an. Die Aussagen sorgen im Fahrerlager für Zustimmung, rufen aber auch Kritik hervor.

Brundle: Verstappen „ist halt immer ohne Filter“
Brundle sieht beides. Einerseits lobt er Verstappens außergewöhnliches Talent und seine kompromisslose Ehrlichkeit. Andererseits stört ihn vor allem die Art und Weise, wie der Niederländer seine Kritik öffentlich äußert.
„Max ist halt immer ohne Filter“, erklärt Brundle. „Er soll halt gehen oder aufhören, darüber zu reden. Es ist nun mal, wie es ist.“ Besonders spannend wird es beim Vergleich mit seinem Ex-Teamkollegen bei Benetton, Michael Schumacher. Für Brundle steht fest: Der siebenfache Weltmeister hätte die Situation komplett anders gelöst.
„Schumacher hätte die Tür geschlossen, intern Druck gemacht und die richtigen Leute zur Verantwortung gezogen“, sagt der Brite. Öffentlich wäre davon zunächst kaum etwas zu hören gewesen. Erst wenn sich intern nichts bewegt hätte, wäre Schumacher an die Öffentlichkeit gegangen.

Trotz der Kritik stellt Brundle eines klar: Fahrer wie Verstappen sind extrem selten. Sein Speed und seine Fahrzeugkontrolle seien außergewöhnlich – auf einem Level, das nur wenige in der Geschichte des Motorsports erreicht haben.
Brundle glaubt nicht an Verstappen-Rücktritt
Allerdings mahnt er: In der Formel 1 sei niemand unersetzlich. Talente wie die nächste Generation stünden bereits bereit.
Die Diskussion um einen möglichen Rücktritt von Verstappen hält Brundle dagegen für übertrieben: „Ich wäre überrascht, wenn er wirklich aufhören würde. Es ist fantastisch, ihn auch auf dem Nürburgring zu sehen. Aber glaube ich deswegen, dass er einfach aus der Formel 1 aussteigen würde? Nein, das glaube ich nicht, vorausgesetzt, er bekommt ein Auto, das ihm gefällt.“
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