Nach dem Chaos-Wochenende in Miami wird Audi heftig kritisiert. Sky-Kommentator David Croft spricht sogar von einem peinlichen Saisonstart.
Die Krise bei Audi spitzt sich weiter zu. Jetzt wird sogar öffentlich von einem „peinlichen“ Saisonstart gesprochen. Nach dem desaströsen Miami-Wochenende rechnet Sky-F1-Kommentator David Croft deutlich mit dem deutschen Hersteller ab.
„Es ist ein bisschen peinlich für Audi“, erklärte Croft offen. Dabei hatte Audi nach dem offiziellen Einstieg in die Formel 1 eigentlich große Hoffnungen geweckt. Stattdessen sorgt das neue Werksteam aktuell fast ausschließlich mit Problemen für Schlagzeilen.
Viele Audi-Probleme in Miami
Besonders Miami entwickelte sich zum absoluten Horror-Wochenende. Schon im Sprint lief alles schief. Nico Hülkenberg musste nach technischen Problemen bereits vor dem Start aufgeben, nachdem Rauch aus seinem Auto aufstieg.

Teamkollege Gabriel Bortoleto wurde nach dem Sprint sogar disqualifiziert. Kurz darauf fing sein Audi im Qualifying zusätzlich Feuer. Auch im Hauptrennen blieben die vier Ringe ohne Punkte. Hülkenberg fiel aus, Bortoleto kam nur auf Rang zwölf ins Ziel.
Besonders alarmierend: Es war bereits das dritte punktlose Rennwochenende in Folge für das Team. Croft kritisierte dabei vor allem die vielen kleinen Fehler innerhalb des Projekts. „Es gehen zu viele unterschiedliche Dinge schief“, erklärte der Sky-Experte. Dem Neueinsteiger fehle aktuell vor allem „Kohärenz und Konstanz“.
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Hülkenberg mit erst zwei Zielankünften
Hülkenberg allein konnte technisch bedingt vier der sechs bisherigen Rennen (Sprints eingerechnet) entweder nicht starten, oder musste sie vorzeitig beenden. Ein vermasselter Boxenstopp kostete ihn in China zudem Punkte. Der Deutsche ist immer noch ohne Punkte 2026.
Die Probleme kommen zu einem ohnehin schwierigen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Wochen hatte Teamchef Jonathan Wheatley das Projekt überraschend verlassen. Offiziell aus „persönlichen Gründen“.

Seitdem läuft erneut ein größerer Umbau innerhalb der Teamstruktur. Mattia Binotto übernahm zusätzliche Aufgaben, während Allan McNish neuer Renndirektor wurde.
Besonders bitter für Audi: Während Red Bull als ebenfalls neues Motorenprojekt zuletzt Fortschritte zeigte, steckt das ehemalige Sauber-Team weiter tief im Chaos fest.
Trotzdem glaubt Croft weiterhin an das langfristige Potential des Projekts. „Sie werden es irgendwann hinbekommen“, sagte der Brite. „Sie müssen anfangen, es jetzt hinzubekommen.“
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