Formel 1

Ferrari-Star mit alarmierendem Mercedes-Statement beim Bahrain-Test

Formel 1 Charles Leclerc 2026
Charles Leclerc. Credit: Ferrari
Alex Warneke
Alex Warneke

Charles Leclerc warnt vor Mercedes. Wie viel hält die Marke mit dem Stern an Performance zurück? Der Monegasse schlägt Alarm.

Beim ersten öffentlichen Test in Formel-1-Test in Bahrain sorgt ausgerechnet ein Ferrari-Star für hochgezogene Augenbrauen im Fahrerlager, mit einem klaren Fingerzeig in Richtung Mercedes.

Die Aussage hat es in sich. Charles Leclerc machte nach den Sessions keinen Hehl daraus, dass er beim Silberpfeil-Antrieb Dinge gesehen habe, die ihn beeindruckt hätten: „Wir haben beim Mercedes-Motor ein paar Dinge gesehen, die sehr beeindruckend sind und sie zeigen davon überhaupt nichts. Und wenn ich sage nichts, dann meine ich sehr viel, was sie uns noch vorenthalten.“

Taktisches Langsam-Fahren von Mercedes?

Rein auf dem Papier setzte Mercedes in Bahrain die schnellsten Zeiten. Kimi Antonelli fuhr mit einer 1:33.669 die Bestmarke, George Russell lag nur knapp dahinter. Doch im Fahrerlager glaubt kaum jemand, dass die Silberpfeile ihr volles Potenzial gezeigt haben.

Formel 1 George Russell Mercedes Bahrain Test 2026
George Russell. Credit: Getty Images/Mercedes

Schon beim geheimen Shakedown in Barcelona galten die Silberpfeile als klarer Favorit. Jetzt, mit dem Motoren-Streit um das Verdichtungsverhältnis im Hintergrund, wirkt das Zurückhalten von Performance fast wie ein taktischer Schachzug.

Der Motoren-Zoff um Mercedes schwelt weiter. Rivalen vermuten, dass über thermische Effekte beim Verdichtungsverhältnis mehr Leistung generiert wird, als das Reglement eigentlich vorsieht. Eine Entscheidung der FIA steht noch aus. Das nächste Meeting ist bereits geplant.

In dieser Gemengelage wäre es für Mercedes kaum klug, demonstrativ allen davonzufahren. Zu groß wäre die Gefahr, dass der Druck auf die Regelhüter steigt. Max Verstappen formulierte es ebenfalls deutlich: Man solle bis Melbourne warten und dann sehen, „wie schnell sie plötzlich auf den Geraden sind“.

Ironischerweise wirkte Ferrari über die Rennsimulationen hinweg extrem stabil. Leclerc und Lewis Hamilton zeigten konstante Longruns. Das Upgrade, das im Laufe der Testtage integriert wurde, scheint zu funktionieren.

Bahrain liefert mehr Fragen als Antworten. Ferrari wirkt stark, Red Bull effizient, doch das alarmierende Statement aus Maranello lässt vermuten, dass der wahre Maßstab wahrscheinlich noch gar nicht sichtbar war.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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