Gefährliche Startprobleme sorgen für Ärger in der Formel 1. Jetzt greift die FIA ein. Doch schon vor dem Debüt gibt es Diskussionen.
Die FIA zieht die Reißleine: Nach mehreren heiklen Szenen in den ersten Rennen der Saison 2026 wird beim Grand Prix von Miami ein neues System eingeführt, das Startprobleme verhindern soll.
Hintergrund sind extrem langsame Starts einzelner Autos – mit teils brenzligen Situationen auf den ersten Metern.
Gefahr beim Formel-1-Start: FIA reagiert
Besonders der Vorfall in Australien hat die Regelhüter alarmiert. Damals kam der Racing Bull von Liam Lawson kaum vom Fleck. Franco Colapinto musste ausweichen, um einen Crash zu verhindern. Grund dafür ist das komplexe Zusammenspiel von Verbrenner, MGU-K und Kupplung im neuen Reglement, das eigentlich nur Ferrari mit einem kleineren Turbolader perfekt gelöst hat.
Die Folge: Manche Autos beschleunigen beim Start deutlich schlechter als andere. Ein Risiko, das die FIA nicht länger akzeptieren will.
Neues System greift automatisch ein
Ab Miami werden deshalb alle Starts überwacht. Sensoren messen direkt nach dem Erlöschen der Ampel die Beschleunigung jedes Autos. Fällt diese unter einen kritischen Wert, greift das System ein.
Dann wird automatisch zusätzliche Leistung über die MGU-K freigegeben, um das betroffene Fahrzeug schneller aus der Gefahrenzone zu bringen. Gleichzeitig warnen blinkende Lichter am Heck die nachfolgenden Fahrer.

Das Ziel ist klar: gefährliche Tempo-Unterschiede auf den ersten Metern reduzieren.
Neue Technik, neue Diskussionen
Doch wie so oft in der Formel 1 sorgt auch diese Neuerung sofort für Diskussionen. Kritiker befürchten, dass Teams versuchen könnten, das System bewusst auszulösen, um sich Vorteile zu verschaffen.
Die FIA widerspricht deutlich. „Das ist eine reine Sicherheitsfunktion“, stellt Technikchef Nikolas Tombazis klar. Ein schlechter Start werde dadurch nicht plötzlich gut, nur weniger gefährlich.
FIA warnt Trickser
Trotzdem hat der Weltverband die Teams bereits vorgewarnt. Jeder Eingriff des Systems wird genau analysiert. Wer versucht, das System zu manipulieren, muss mit Strafen rechnen.
Welche Konsequenzen konkret drohen, lässt die FIA offen. Klar ist aber: Die Regelhüter wollen verhindern, dass aus einem Sicherheits-Feature ein neues Schlupfloch entsteht.
Fazit
Die Formel 1 reagiert auf ein reales Problem, doch wie so oft könnte die Lösung selbst zum nächsten Streitpunkt werden. An diesem Wochenende in Miami wird sich zeigen, ob das neue Start-System für mehr Sicherheit sorgt oder für neue Diskussionen im Fahrerlager.
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