Der Automobilweltverband setzt 2026 auf KI: Ein neues System der FIA überwacht Track Limits automatisch.
Die FIA greift im Kampf gegen umstrittene Strafen in die digitale Trickkiste und setzt ab sofort auf KI-Unterstützung bei der Überwachung der Track Limits.
Mit Beginn der neuen Saison kommt ein System namens „ECAT“ (Every Car All Turns) zum Einsatz. Die Plattform nutzt eine KI-gestützte Bild- und Positionsanalyse, um an jeder Kurve automatisch zu erkennen, ob ein Auto die Streckenbegrenzung überschreitet. Möglich wird das durch eine Kombination aus Kameradaten, Silhouetten-Erkennung und sogenannten Geofencing-Zonen, also virtuell definierten Streckenabschnitten, die bei Regelverstößen sofort Alarm schlagen.
KI soll die Arbeit der FIA erleichtern
Das Ziel: deutlich weniger manuelle Prüfungen durch die Rennleitung und schnellere Entscheidungen in Echtzeit. Laut FIA konnte die Zahl der Track-Limits-Fälle, die menschlich überprüft werden müssen, um rund 95 Prozent reduziert werden. Ganz ohne Menschen geht es aber nicht: Strafen und Verwarnungen werden weiterhin von Kommissaren final bestätigt.
Hintergrund sind Vorfälle wie beim Bahrain-GP 2025, als eine späte Rundenstreichung erst 45 Minuten nach Ende des Qualifyings erfolgte, mit gravierenden Folgen für das Ergebnis. Solche Verzögerungen sollen durch das neue System künftig vermieden werden.
Die FIA betont, dass die Technologie bereits 2025 getestet wurde und nun serienmäßig einsatzbereit ist. Mit der steigenden Datenmenge durch das neue Reglement 2026 will der Verband so für mehr Transparenz, schnellere Abläufe und weniger Fehlentscheidungen sorgen.
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