Der offizielle Formel-1-Film gewinnt bei den Oscars die Kategorie „Bester Ton“. Für den ganz großen Coup reicht es aber nicht.
Großer Moment für die Formel 1 in Hollywood: Der offizielle Kinofilm der Königsklasse hat bei der 98. Oscar-Verleihung eine Auszeichnung gewonnen. Bei der Gala im Dolby Theatre in Los Angeles erhielt „F1 – The Movie“ den Oscar in der Kategorie Bester Ton.
Die Auszeichnung gilt als Anerkennung für den außergewöhnlich realistischen Sound des Films. Für die Produktion wurden echte Formel-1-Autos auf realen Rennstrecken eingesetzt. Die Aufnahmen der Motoren, Schaltvorgänge und Rennszenen sorgten im Kino für ein besonders authentisches Klangerlebnis.
Der Film war insgesamt in fünf Kategorien nominiert, darunter auch für den prestigeträchtigen Preis als Bester Film. Für die ganz große Sensation reichte es am Ende jedoch nicht. Die Academy vergab die wichtigste Auszeichnung des Abends an „One Battle After Another“.
Formel-1-Film zieht in vier Kategorien den Kürzeren
Auch in den Kategorien Bester Schnitt, Beste visuelle Effekte und Bester Song ging der Formel-1-Film leer aus. Für die Motorsportwelt bleibt der Oscar dennoch ein bedeutender Erfolg. Schon zuvor hatte der Film mehrere Preise gewonnen. Unter anderem gab es einen BAFTA ebenfalls für den Besten Ton. Auch bei den Grammy Awards wurde der Soundtrack ausgezeichnet: Chris Stapleton gewann mit dem Song „Bad As I Used To Be“ in der Soundtrack-Kategorie.
Ein besonderer Name taucht ebenfalls in der Produzentenliste auf: Lewis Hamilton. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war an der Produktion beteiligt. Bei der Oscar-Verleihung selbst konnte der Ferrari-Pilot jedoch nicht dabei sein, wegen des Großen Preises von China.

„Ich habe jeden Weg geprüft, um rechtzeitig dort zu sein, aber leider schaffe ich es nicht“, erklärte Hamilton vor der Veranstaltung. „Ich bin unglaublich stolz, und ich hätte niemals in einer Million Jahren gedacht, dass das das Ergebnis sein würde.“
Wird eine Fortsetzung produziert?
Vom Sound-Ingenieur des Films, Juan Peralta, der den Preis entgegennahm, wurde Lewis Hamilton sogar namentlich erwähnt: „Ich möchte Joe Kosinski, Jerry Bruckheimer, Plan B, Lewis Hamilton, der Formel 1 und allen bei Apple danken, dass sie ein so großartiges Kinoerlebnis unterstützt haben.“
Auch wirtschaftlich wurde der Film ein voller Erfolg. Weltweit spielte „F1 – The Movie“ rund 633 Millionen Dollar ein und wurde damit zum erfolgreichsten Motorsportfilm der Geschichte. Gleichzeitig ist es der erfolgreichste Film der Karriere von Hollywood-Star Brad Pitt.
Angesichts des Erfolgs könnte die Geschichte sogar weitergehen. Laut Berichten aus den USA gab es bereits erste Gespräche über eine mögliche Fortsetzung des Films. Ein Treffen mit Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Joe Kosinski soll bereits Ende 2025 stattgefunden haben.
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