Eine nette Statistik: Lewis Hamilton wurde bisher in jedem seiner Teams stets im zweiten Jahr Weltmeister. Schnappt er sich 2026 den ersehnten achten Titel?
Lewis Hamilton wurde bislang jedes Mal im zweiten Jahr nach einem Teamwechsel Weltmeister. 2007 startete er seine Formel-1-Karriere bei McLaren, verpasste den Titel als Rookie hauchdünn und holte ihn 2008 im zweiten Jahr. 2013 folgte der große Schritt zu Mercedes: ein Übergangsjahr ohne Sieg und dann folgte die Dominanz zum Beginn der Hybrid-Ära. 2014 schnappte er sich seinen zweiten WM-Titel im erneut zweiten Jahr, nachdem er bei einem neuen Rennstall angeheuert hat.
Nun steht Hamilton erneut vor genau diesem Szenario. 2025 war sein erstes Jahr bei Ferrari, mit Anpassungsproblemen, einem Auto, das ihm nicht lag, und einer Regelgeneration, die er offen kritisierte. 2026 ist Jahr zwei. Neues Reglement, neues Auto, neues Umfeld. Und plötzlich passt das Muster wieder.

Dazu kommt: Hamilton fühlt sich fahrerisch so wohl wie lange nicht. Nach den ersten Testfahrten mit dem Ferrari SF-26 sprach der Rekordweltmeister ungewohnt erleichtert. Die Ground-Effect-Autos der Jahre ab 2022 hatten ihm zugesetzt, schwer, träge, starkes Untersteuern, abrupte Abreißmomente. „Diese Auto-Generation zu fahren, macht tatsächlich etwas mehr Spaß“, sagte Hamilton nach dem Barcelona-Test. Besonders schätzt er, dass die neuen Fahrzeuge mehr rutschen, mehr Bewegung zulassen, aber leichter abzufangen sind.
Hamilton mit vielen Veränderungen in seinem Umfeld
Dass der siebenmalige Champion mit diesen Autos besser zurechtkommt, überrascht kaum. Sein Fahrstil ist in den agilen, leichten Autos der 2000er-Jahre geprägt worden. Mit 2026 verschwinden Ground Effect und extremes Untersteuern aus dem Fokus, die Autos werden leichter, verlieren Abtrieb und reagieren direkter.
Parallel dazu hat er im Hintergrund konsequent aufgeräumt. Hamilton hat sein Umfeld neu strukturiert, sich von Renningenieur, Manager und Presseteam getrennt und klare Zuständigkeiten geschaffen. Bei Ferrari spricht er offen von einer spürbaren Siegermentalität, von neuer Energie und einem besseren Gefühl als noch im Vorjahr. Die Bestzeit in Barcelona wirkte dabei wie ein symbolischer Startschuss.
Natürlich garantiert Statistik keinen Titel. Doch wenn es einen Fahrer gibt, der weiß, wie man im zweiten Jahr nach einem Wechsel zuschlägt, dann ist es Lewis Hamilton. 2008. 2014. Und nun 2026? Die verrückte Statistik lebt und Ferrari darf hoffen, dass sie ein drittes Kapitel bekommt.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!