Nach den starken Trainings träumt Audi in Monaco von WM-Punkten. Am Ende bleibt Nico Hülkenberg jedoch erneut mit leeren Händen zurück.
Das Monaco-Wochenende endet für Audi mit einer großen Enttäuschung. Nach den vielversprechenden Trainings und einer Pace, die eigentlich für die Top Ten gereicht hätte, stehen am Ende erneut null Punkte zu Buche. Besonders Nico Hülkenberg erlebt einen turbulenten Nachmittag mit Missverständnissen, Kollisionen und einer Strafe.
Nach dem enttäuschenden Qualifying startet Hülkenberg nur von Platz 13. Weil Überholen in Monaco nahezu unmöglich ist, setzt das Team früh auf eine alternative Strategie. Bereits in Runde zwölf kommt Hülkenberg an die Box, um mit einem Undercut Plätze gutzumachen.
Der Plan funktioniert zunächst. Doch wenig später hängt der Deutsche erneut hinter langsameren Fahrzeugen fest und verliert den erhofften Vorteil wieder.
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Hülkenberg: Verwirrung unter Safety Car
Richtig turbulent wird es nach dem Unfall von Lance Stroll. Die Rennleitung leitet die Fahrer wegen des havarierten Aston Martin zeitweise durch die Boxengasse.
Hülkenberg interpretiert dabei ein Lichtsignal falsch und biegt zu früh in die Boxengasse ab, obwohl er zunächst noch auf der Strecke hätte bleiben sollen. Dadurch verliert er eine Position an Esteban Ocon.

„Es war sehr verwirrend. Da war ein Auto in der Wand, die Pfeile zeigten nach innen und zwei Autos vor mir fuhren ebenfalls in die Box“, erklärt Hülkenberg später. Auch Audi-Renndirektor Allan McNish spricht von einem Missverständnis bei der Interpretation der Lichtsignale.
Strafe zerstört die letzte Hoffnung
Nach der anschließenden Roten Flagge scheint für Hülkenberg dennoch alles möglich. Durch mehrere Strafen vor ihm rücken Punkte wieder in Reichweite.
Beim Restart greift der Audi-Pilot Esteban Ocon an und geht vorbei. Wenige Kurven später kommt es in der Haarnadel jedoch zum Kontakt mit Carlos Sainz.

Die Rennkommissare werten die Szene als verursachte Kollision und verhängen eine Zehn-Sekunden-Strafe. Aus dem zwischenzeitlichen neunten Platz wird dadurch am Ende nur Rang 14.
Audi-Pilot akzeptiert Strafe nicht
„Da war viel los, ein richtiges Gemetzel“, verteidigt sich Hülkenberg. „Ich muss mir die Szene noch einmal anschauen. Im Moment stimme ich der Strafe nicht zu.“
Teamkollege Gabriel Bortoleto wird Zwölfter. Der Brasilianer hatte bereits im Qualifying mit seinem Unfall eine bessere Ausgangslage verspielt.
Entsprechend groß ist der Frust bei Audi. „In Wirklichkeit hatten wir die Pace“, ärgert sich McNish. „Alles, was heute passiert ist, war letztlich eine Folge unseres misslungenen Qualifyings.“
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