Raketenangriffe im Golf sorgen für Unruhe: FIA und Formel 1 beobachten die Lage genau. Sind Bahrain und Saudi-Arabien noch sicher?
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten rücken den Bahrain- und den Saudi-Arabien-Grand-Prix ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Formel-1-Welt. Nach iranischen Militärschlägen gegen US-Stützpunkte in der Region, darunter ein Raketeneinschlag nahe einer US-Marineeinrichtung in Bahrain, beobachten sowohl die FIA als auch die Formel-1-Verantwortlichen die Lage genau.
Noch sind beide Rennen nicht akut gefährdet. Der Bahrain-GP ist erst für den 12. April angesetzt, das Fahrerlager würde frühestens Anfang April anreisen. „Unsere nächsten drei Rennen finden in Australien, China und Japan statt, nicht im Mittleren Osten“, heißt es aus Kreisen der Formel 1. Man beobachte die Situation jedoch „sehr genau“ und stehe in engem Austausch mit den zuständigen Behörden.
Reifentest in Bahrain wurde bereits abgesagt
Dennoch zeigt sich bereits erste Nervosität. Ein geplanter Pirelli-Reifentest in Bahrain mit McLaren und Mercedes wurde abgesagt, Teammitglieder bemühen sich um alternative Rückreisen oder Direktflüge nach Australien. Hintergrund ist auch die zeitweise Sperrung des Luftraums in Bahrain sowie verschärfte Sicherheitswarnungen in der Region.
Die jüngste Eskalation ist nicht der erste sicherheitspolitische Stresstest für die Formel 1 im Golf. 2022 schlug während des Saudi-Arabien-GP eine Rakete in der Nähe einer Aramco-Anlage in Dschidda ein. Damals entschieden sich die Verantwortlichen nach Sicherheitszusicherungen zur Fortsetzung des Rennwochenendes.
Ob es diesmal Auswirkungen auf den Rennkalender geben wird, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung in den kommenden Wochen ab. Offiziell gilt: Stand jetzt sollen beide Grand Prix wie geplant stattfinden. Doch hinter den Kulissen wächst die Anspannung.
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