McLaren zieht Konsequenzen aus einer turbulenten Saison: Für 2026 werden die umstrittenen Papaya-Regeln vereinfacht.
McLaren hält an seinem Grundprinzip fest: keine klassische Stallorder, gleiche Chancen für beide Fahrer. Doch nach den teils chaotischen Szenen der Saison 2025 reagiert das Team aus Woking. Teamchef Andrea Stella kündigt für 2026 eine „Verschlankung“ der Papaya-Regeln an und räumt damit indirekt ein, dass sich McLaren zuletzt selbst im Weg stand.
„Wenn wir dasselbe einfacher umsetzen können, mit weniger Aufwand und weniger Belastung für alle Beteiligten, dann ist das ein klarer Fortschritt“, erklärt Stella. Übersetzt heißt das: weniger komplizierte Absprachen, klarere Leitlinien und weniger unnötige Diskussionen am Funk.
McLaren-Rückblick: Zu viele Sonderfälle, zu viele Kopfschmerzen

Auslöser für das Umdenken waren mehrere Situationen, in denen McLaren zwischen Fairness und Ergebnisoptimierung ins Schleudern geriet. In Monza sollte Oscar Piastri Teamkollege Lando Norris nach einem langsamen Boxenstopp vorbeilassen. Die Szene sorgte anschließend für heftige Diskussionen. Nach Singapur wiederum wurde Norris nach einem Kontakt mit Piastri zu immer noch unbekannten Konsequenzen verdonnert. Die Maßnahme wurde wenig später wieder einkassiert, als Piastri in Austin seinerseits einen Crash mit dem Teamkollegen nicht verhinderte.
Ergebnis: Unruhe, Erklärungsbedarf und unnötiger Druck auf beide Fahrer.
Piastri: „Eine kluge Entscheidung“
Piastri begrüßt den Kurswechsel ausdrücklich. Die Verschlankung sei „eine kluge Entscheidung“, sagt der Australier. Rückblickend räumt er ein: „Wir haben uns im letzten Jahr an einigen Stellen selbst unnötige Kopfschmerzen bereitet.“
McLaren betont, dass es auch künftig keine klare Nummer 1 geben soll. Beide Fahrer sollen fair um Siege und Titel fahren dürfen. Die Leitplanken stehen jetzt aber näher und sichtbarer an der teaminternen Strecke.
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