Formel 1

Mercedes sagt Nein! Darum platzte der Alpine-Deal in der Formel 1

Formel 1 Franco Colapinto Alpine Japan 2026
Franco Colapinto. Credit: Alpine
Bianca Garloff
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Mercedes wollte sich beim Alpine-Team einkaufen. Doch daraus wird nichts. Das steckt hinter der Absage.

Mercedes und Alpine arbeiten ab dieser Saison enger zusammen als je zuvor. Die Franzosen fahren mit Mercedes-Motoren und -Getrieben. Sogar ein Einstieg der Silberpfeile beim Traditionsrennstall schien zuletzt möglich. Doch daraus wird nichts.

Wie jetzt bekannt wurde, hat Mercedes die Gespräche über einen Kauf von Anteilen am Alpine-Team beendet.

Mercedes und Alpine: Preis-Schock stoppt den Deal

Konkret ging es um die 24 Prozent Anteile des Investors Otro Capital. Mercedes soll grundsätzlich Interesse gehabt haben, das Paket zu übernehmen. Sogar mit Alpine-Eigner Renault sollen die Stuttgarter bereits weitgehend einig gewesen sein.

Am Ende scheiterte der Deal jedoch am Geld. Nach Informationen der BBC verlangte Otro Capital rund 720 Millionen Dollar für seinen Anteil. Das würde Alpine insgesamt mit rund drei Milliarden Dollar bewerten. Für Mercedes deutlich zu viel.

Formel 1 Franco Colapinto Miami 2026
Franco Colapinto. Credit: Alpine

Die Stuttgarter sollen das Team intern deutlich niedriger bewertet haben und sahen deshalb keinen wirtschaftlich sinnvollen Einstieg mehr.

Alpine wird plötzlich zum begehrten Objekt

Bemerkenswert: Noch vor wenigen Jahren galt Alpine als Sorgenkind der Formel 1. Die Franzosen schlossen die Saison 2025 sogar auf dem letzten Platz der Konstrukteurs-WM ab.

Doch inzwischen hat sich das Bild deutlich verändert. Nach den ersten Rennen der Saison 2026 liegt Alpine auf Rang fünf der Konstrukteurswertung und führt das Verfolgerfeld hinter den vier Topteams an. Dazu kommt die neue Partnerschaft mit Luxusgigant Gucci.

Formel 1 Gucci Alpine 2026
Credit: Alpine

Ab 2027 wird das Team unter dem Namen „Gucci Racing Alpine“ antreten. Der italienische Modekonzern ersetzt Hauptsponsor BWT und soll das Projekt langfristig aufwerten.

Horner-Konsortium weiter im Rennen

Ganz vom Tisch ist ein Verkauf der Otro-Anteile allerdings nicht. Neben Mercedes sollen weitere Interessenten ihre Fühler ausgestreckt haben. Zu ihnen gehört laut Bericht auch ein Investorenkonsortium rund um Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Für Mercedes ist das Kapitel dagegen offenbar beendet. Die Silberpfeile konzentrieren sich lieber auf das eigene Werksteam, das nach dem starken Kanada-Wochenende wieder zu den heißesten Titelkandidaten zählt. Statt bei Alpine einzusteigen, wollen die Stuttgarter ihre Ressourcen offenbar vollständig auf den Kampf um die Formel-1-WM konzentrieren.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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