Mercedes wirkt schnell, doch Defekte und schwache Starts trüben das Bild. Russell warnt, kleine Fehler könnten entscheiden.
Auf dem Papier sieht es gut aus für Mercedes: In den Zeitenlisten der Bahrain-Tests mischten George Russell und Andrea Kimi Antonelli regelmäßig vorne mit. Doch hinter den starken Rundenzeiten verbirgt sich ein gemischtes Bild, vor allem die Zuverlässigkeit bereitet Sorgen.
Antonelli wurde mehrfach von Defekten ausgebremst und musste seinen W17 sogar vorzeitig abstellen. „Es war nicht der reibungsloseste Test für mich hier in Bahrain“, räumt der Italiener ein. Gleichzeitig betont er, genau dafür seien Testfahrten da: Probleme früh erkennen und beheben, damit sie in Melbourne keine Rolle mehr spielen. Laut Team sei die Ursache bereits identifiziert, eine Lösung liege vor.

Auch Russell sieht Licht und Schatten. „Es gab definitiv positive Aspekte, aber jedes Mal, wenn ein Problem auftritt, wirft einen das ein gutes Stück zurück“, sagt er. Neben kleineren Defekten musste das Team zeitweise sogar eine neue Antriebseinheit einbauen. Das kostete wertvolle Zeit.
Mercedes-Star Antonelli „Top-Teams liegen ziemlich nah beieinander“
Sportlich ordnet Antonelli das Kräfteverhältnis dennoch klar ein: „Die Top vier liegen ziemlich nah beieinander.“ Neben Mercedes wirkten auch Ferrari, McLaren und Red Bull stark. „Es wird ein enger Kampf“, glaubt der 19-Jährige.
Russell sieht „eine Menge Potenzial“ im Auto, warnt aber vor einer Schwäche, die Rennen kosten kann: die Starts. „Die zwei Starts, die ich diese Woche gemacht habe, waren schlechter als mein schlechtester Start in der Formel 1 überhaupt“, ärgert sich der Brite. In einem Feld, das enger zusammengerückt ist, könne genau das entscheidend sein. „Zum jetzigen Zeitpunkt spielt es keine Rolle, wie schnell man ist. Das, was einen zu Fall bringen wird, ist die höchste Hürde. Und genau darum versuchen wir uns gerade zu kümmern.“
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