Ferrari macht zum Auftakt des Monaco-Wochenendes Hoffnung auf den ersten Saisonsieg. Charles Leclerc setzte im ersten Freien Training die Bestzeit. Für den größten Schreckmoment sorgte jedoch Red-Bull-Pilot Isack Hadjar.
Beim prestigeträchtigsten Rennen des Jahres ging es von Beginn an zur Sache. Charles Leclerc stellte auf seinem Heimkurs in 1:13,978 Minuten die Bestzeit auf und verwies Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton um 0,226 Sekunden auf Rang zwei. Dahinter folgte Max Verstappen im Red Bull.
Monaco-Training: Heftiger Einschlag von Hadjar
Für die erste rote Flagge des Wochenendes sorgte Isack Hadjar rund 25 Minuten vor Schluss. Der Franzose verlor im schnellen Schwimmbad-Sektor die Kontrolle über seinen Red Bull und schlug mit der Fahrzeugnase heftig in die Leitplanke ein.
Besonders ungewöhnlich: Hadjar verlor das Auto bereits am Kurveneingang. Der Red Bull rutschte quer über die Strecke und krachte frontal in die Begrenzung. Immerhin konnte Hadjar unverletzt aussteigen. Über Funk zeigte sich der Franzose ratlos: „Ich verstehe nicht, was da passiert ist.“
Leclerc schnell – und zweimal neben der Strecke
Auch Monaco-Spezialist Charles Leclerc blieb nicht fehlerfrei. Der Ferrari-Pilot verbremste sich bereits auf seiner ersten Runde in Mirabeau und musste den Notausgang nutzen. Kurz vor Ende der Session wiederholte sich das Missgeschick an derselben Stelle.

Der Monegasse blieb jedoch ohne Schäden und konnte trotzdem die Bestzeit setzen. Auch Lewis Hamilton leistete sich einen Ausflug in Sainte Devote, kam aber ebenfalls glimpflich davon.
Zweite rote Flagge für Alonso
Kurz vor Trainingsende sorgte Fernando Alonso für die nächste Unterbrechung. Der Aston-Martin-Pilot verlor vor der Hafenschikane kurz die Kontrolle über seinen AMR26 und berührte die Leitplanke.
Mit beschädigtem Frontflügel schaffte es der Spanier immerhin noch zurück an die Box.
Nicht nur die Leitplanken sorgten für Aufregung. Bei Haas gerieten Oliver Bearman und Esteban Ocon aneinander. Ocon fühlte sich auf einer schnellen Runde gleich mehrfach von seinem Teamkollegen behindert. Die Reaktion am Funk fiel entsprechend deutlich aus: Der Franzose bezeichnete Bearman als „Idioten“.
Audi fährt plötzlich in Gelb
Für Gesprächsstoff sorgte auch Audi. Die Ingolstädter traten in Monaco mit auffälligen gelben Elementen am Heckflügel an. Hintergrund ist die Vorstellung des neuen Supersportwagens „Nuvolari“.

Die Farbe erinnert an Rennlegende Tazio Nuvolari, der für seinen gelben Pullover bekannt war und dessen Name künftig das neue Audi-Flaggschiff tragen wird.
Am Nachmittag geht es in Monaco bereits weiter. Um 17 Uhr steht das zweite Freie Training auf dem Programm.
| Position | Fahrer | Team | Zeit | Abstand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | C. Leclerc | Ferrari | 01:13.978 | |
| 2 | L. Hamilton | Ferrari | 01:14.204 | 00:00.226 |
| 3 | M. Verstappen | Red Bull | 01:14.491 | 00:00.513 |
| 4 | A. Antonelli | Mercedes | 01:14.537 | 00:00.559 |
| 5 | G. Russell | Mercedes | 01:14.983 | 00:01.005 |
| 6 | L. Norris | McLaren | 01:15.291 | 00:01.313 |
| 7 | N. Hülkenberg | Audi | 01:15.343 | 00:01.365 |
| 8 | O. Piastri | McLaren | 01:15.565 | 00:01.587 |
| 9 | G. Bortoleto | Audi | 01:15.750 | 00:01.772 |
| 10 | P. Gasly | Alpine | 01:15.828 | 00:01.850 |
| 11 | A. Albon | Williams | 01:15.989 | 00:02.011 |
| 12 | C. Sainz | Williams | 01:16.041 | 00:02.063 |
| 13 | I. Hadjar | Red Bull | 01:16.148 | 00:02.170 |
| 14 | S. Perez | Cadillac | 01:16.170 | 00:02.192 |
| 15 | F. Colapinto | Alpine | 01:16.189 | 00:02.211 |
| 16 | O. Bearman | Haas | 01:16.292 | 00:02.314 |
| 17 | E. Ocon | Haas | 01:16.333 | 00:02.355 |
| 18 | A. Lindblad | Racing Bulls | 01:16.389 | 00:02.411 |
| 19 | L. Lawson | Racing Bulls | 01:16.431 | 00:02.453 |
| 20 | F. Alonso | Aston Martin | 01:16.678 | 00:02.700 |
| 21 | V. Bottas | Cadillac | 01:17.460 | 00:03.482 |
| 22 | L. Stroll | Aston Martin | 01:17.556 | 00:03.578 |
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