Williams-Pilot Carlos Sainz wünscht sich mehr Flexibilität beim 2026er-Reglement und spricht mögliche Probleme der neuen Saison an.
Carlos Sainz richtet kurz vor Saisonstart eine deutliche, aber sachliche Mahnung an die FIA und Formel 1: Beim neuen 2026er-Reglement müsse man flexibel bleiben, vor allem beim Energie-Management.
Am Rande der Testfahrten in Bahrain erklärt der Spanier: „Ich denke, zu Beginn des Jahres sollten wir ein bisschen offen bleiben.“ Seine Sorge: Das aktuelle Zusammenspiel aus Motorleistung, Batterie-Deployment und Ladestrategie könne auf manchen Strecken funktionieren, auf anderen aber zu unnatürlichen Fahrweisen führen.
„Vielleicht sind manche Kurse okay, potenziell hier“, sagt Sainz mit Blick auf Bahrain. Doch selbst dort sei „es noch nicht komplett zufriedenstellend mit dem, was wir bislang sehen“. Besonders energieintensive Strecken wie Melbourne oder Dschidda könnten problematisch werden. „Da müssen wir vielleicht etwas anpassen.“
Sainz wünscht sich mehr Flexibilität von der FIA und Formel 1
Dabei sucht Sainz keinen Schuldigen. „Es ist so eine große Veränderung, dass ich glaube, niemand konnte vorhersagen, wie viel Abtrieb oder Luftwiderstand die Autos haben würden oder welches Deployment-Level die Teams finden.“ Der Umbruch sei schlicht gewaltig gewesen.
Seine Forderung ist daher kein Angriff auf das Reglement selbst, sondern ein Appell an die Anpassungsfähigkeit: „Ich würde nur darum bitten, offen zu bleiben, falls wir feinjustieren oder etwas anpassen müssen, um die Kategorie und die Show besser zu machen.“
Für Sainz steht fest: Es geht nicht darum, die neue Ära infrage zu stellen, sondern im Sinne spannender Rennen schnell reagieren zu können, falls bestimmte Vorgaben dem Racing im Weg stehen.
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