Ralf Schumacher glaubt: Das neue Formel-1-Reglement könnte Lewis Hamilton besonders liegen. Erfahrung und Fahrstil passen laut ihm perfekt zu den 2026-Autos.
Lewis Hamilton ist mit einem starken Ergebnis in die Formel-1-Saison 2026 gestartet. Beim Auftakt in Melbourne fuhr der Ferrari-Pilot auf Platz vier, sein bestes Grand-Prix-Resultat seit seinem Wechsel zur Scuderia im vergangenen Jahr. Doch für Ralf Schumacher ist nicht nur das Ergebnis interessant. Der frühere Formel-1-Pilot glaubt, dass das neue Reglement Hamilton sogar besonders entgegenkommen könnte.
Im Podcast „Backstage Boxengasse“ erklärt Schumacher, dass die neuen Autos Eigenschaften besitzen, die vor allem erfahrenen Fahrern helfen könnten.
Schumacher: Auto passt besser zu Hamilton
„Ich glaube, dass das Auto angenehmer zu fahren ist. Es ist agiler geworden, kleiner, schneller, schmaler“, sagt Schumacher. Gerade Fahrer mit viel Erfahrung könnten davon profitieren. „Das sind alles gute Eigenschaften für jemanden, der schon sehr lange in der Formel 1 fährt, so wie Lewis.“ Der siebenmalige Weltmeister geht inzwischen in seine 20. Saison in der Königsklasse und ist mit 41 Jahren einer der ältesten Fahrer im Feld.
„Ich glaube auch, dass dieses Lift-and-Coast oder das Rollen in die Kurve ohne Gas für jemanden, der vielleicht am Ende seiner Karriere steht, einfacher ist“, erklärt er.
Was Schumacher meint, aber nicht ausspricht: Die Autos verlangen den Piloten durch die neuen Regularien weniger Fahrkönnen am absoluten Limit ab. Teamkollege Charles Leclerc, der Hamilton letztes Jahr nach Belieben dominierte, kann fahrerisch entsprechend nicht mehr einen so großen Unterschied machen. Schumacher: „Sie sind sich der Risiken mehr bewusst und müssen weniger Risiko eingehen.“

Genau das könnte Hamilton laut Schumacher helfen. In seiner ersten Ferrari-Saison habe der Brite häufig versucht, zu viel aus dem Auto herauszuholen. „Letztes Jahr wollte er es so sehr. Dieses Überpushen und Überfahren, deshalb war er auch so oft neben der Strecke.“ Mit den neuen Autos sei das nicht mehr nötig. „Das Auto kommt seinem aktuellen Fahrstil entgegen“, sagt der Sky-Experte.
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