Lando Norris zockte vor den Barcelona-Tests fast 24 Stunden Counter-Strike 2 – und legte danach im McLaren mit einer Top-Zeit einen starken Test-Schlusstag hin.
Während sich viele Formel-1-Fahrer in den Tagen vor den Wintertests mit Training, Simulatorarbeit oder Medienterminen beschäftigen, setzte Lando Norris auf eine eher unkonventionelle Vorbereitung. Der McLaren-Star verbrachte in den 48 Stunden vor dem Start der Testfahrten in Barcelona fast einen ganzen Tag mit Counter-Strike 2.
Insgesamt absolvierte Norris 34 Matches im beliebten Egoshooter, ein Gaming-Marathon von knapp 24 Stunden. Die Zeit dafür hatte der Brite, denn McLaren stieg erst am Mittwoch in die Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ein. Ein echter Nachteil war das nicht: Jedes Team durfte an den fünf Testtagen ohnehin nur an drei Tagen fahren.
McLaren-Start mit Technikproblemen
Der verspätete Einstieg in die Testwoche verlief allerdings zunächst holprig. McLaren kämpfte an den ersten beiden Einsatztagen mit technischen Problemen und verlor mehrere Stunden, während viele Konkurrenten bereits problemlos Kilometer sammelten. Besonders bitter: Gerade zu Beginn der neuen Reglement-Ära zählt jede Runde, um Systeme, Antrieb und Abläufe zu verstehen.

Norris dreht am letzten Tag auf
Am Freitag lief es für McLaren wesentlich besser. Norris übernahm am Nachmittag den MCL40 und legte einen starken Lauf hin. Mit einer 1:16,594 Minuten war der Brite nur rund eineinhalb Zehntel langsamer als die zwischenzeitliche Wochenbestzeit von George Russell im Mercedes. Am Ende schnappte sich der britische Landsmann Lewis Hamilton die schnellste Runde, der im Ferrari eine 1:16,348 Min. hinlegte.
Piastri: „Deutlich sauberer als zuvor“
Am Vormittag saß Oscar Piastri im Cockpit und zog ein positives Fazit seines halben Testtages: „Es war schön, heute Morgen ein paar gute Runden gefahren zu sein. Der Tag verlief viel sauberer als die ersten beiden.“
Der Australier bezeichnete den Vormittag als „ziemlich erfolgreich“ und erklärte, dass man verschiedene Einstellungen ausprobiert habe. Gleichzeitig machte er klar, dass noch Arbeit wartet: „Es gibt definitiv noch viel zu lernen, speziell was den neuen Motor betrifft.“

Dennoch sieht Piastri Fortschritte: „Ich denke, wir haben einige der Probleme, einige der Einschränkungen und einige der Dinge, die sich im Vergleich zum letzten Jahr geändert haben, sowohl beim Antrieb als auch beim Auto, einigermaßen verstanden.“
Produktivster McLaren-Tag
Nach Piastris Vormittag übernahm Norris und machte den Freitag zum klar produktivsten Testtag für McLaren. Nach anfänglichen Technikproblemen scheint das Team zum Ende der Woche mehr den Rhythmus gefunden zu haben. 163 Umläufe legte der britische Rennstall zurück.
Am 11. Februar geht es mit drei weiteren Testtagen in Bahrain weiter. In den knapp zwei Wochen dürfte Norris dann auch wieder Zeit finden seiner Videospielleidenschaft nachzugehen…
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