Lance Stroll findet drastische Worte über den neuen Aston Martin: Der Kanadier zieht einen Vergleich zum elektrischen Stuhl.
Der Saisonstart der Formel 1 entwickelt sich für Aston Martin zum Albtraum. Nach den enttäuschenden Testfahrten in Bahrain schlagen die Probleme beim neuen Auto offenbar noch heftiger durch als befürchtet. Besonders die massiven Vibrationen der neuen Honda-Power-Unit sorgen intern für große Sorgen und für drastische Worte von Lance Stroll.
Der Kanadier beschrieb das Fahrgefühl im Aston Martin gegenüber Sky Sports F1. „Ich weiß gar nicht, womit man das vergleichen soll. Vielleicht so, als würde man sich auf einen elektrischen Stuhl setzen. So ungefähr fühlt es sich an.“
Massive Vibrationen im Aston Martin
Hintergrund der drastischen Worte sind starke Vibrationen im Antriebssystem. Diese entstehen offenbar durch Probleme mit der neuen Honda-Power-Unit. Laut Teamchef und Stardesigner Adrian Newey sind die Schwingungen so stark, dass sie nicht nur das Auto belasten, sondern auch für die Fahrer körperlich extrem unangenehm sind.

Die Sorge im Team: Die Vibrationen könnten sogar Nervenschäden bei den Fahrern verursachen, wenn sie über längere Zeit auftreten. Deshalb ist aktuell unklar, ob Aston Martin überhaupt eine komplette Renndistanz absolvieren kann.
Fernando Alonso erklärte bereits, dass er das Auto momentan höchstens 25 Runden am Stück fahren könne. Bei Lance Stroll liegt die Grenze sogar bei etwa 15 Runden. Das ist besonders problematisch, weil der Grand Prix von Australien über 58 Runden geht.
Aston Martin hofft auf schnelle Lösung
Trotz der alarmierenden Situation hofft Aston Martin auf kurzfristige Verbesserungen. Laut Alonso wurden seit den Wintertests mehrere Lösungen am Prüfstand getestet, die das Problem möglicherweise reduzieren könnten.
„Wir haben die Ursache der Vibrationen verstanden“, erklärte der Spanier. „Einige Lösungen aus den Tests waren positiv. Hoffentlich fühlt sich das Auto im ersten Training schon besser an.“
Die Schwierigkeiten sind ein schwerer Rückschlag für das ambitionierte Projekt von Teamchef Lawrence Stroll. Mit Stardesigner Adrian Newey und Honda als Werkspartner wollte Aston Martin eigentlich spätestens 2026 zu den Titelkandidaten gehören.
Stattdessen droht dem Team aus Silverstone nun ausgerechnet beim Saisonauftakt in Melbourne ein drastischer Fehlstart und möglicherweise sogar ein Rennen, das kein Aston Martin bis ins Ziel schafft.
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