Batterieprobleme und Teilemangel bremsen Aston Martin aus, Honda schränkt das Testprogramm drastisch ein. Droht in Australien das Debakel?
Bei Aston Martin schrillen kurz vor dem Saisonstart die Alarmglocken. Antriebspartner Honda hat das Testprogramm in Bahrain drastisch eingeschränkt, wegen Batterieproblemen und fehlender Komponenten.
In einem offiziellen Statement erklärt Honda: „Unser Einsatz mit Alonso am Donnerstag brachte ein Problem im Zusammenhang mit der Batterie ans Licht, das unseren Testplan mit Aston Martin beeinträchtigt hat.“ Seitdem liefen Simulationen auf dem Prüfstand bei HRC in Sakura. Eine vollständige Entwarnung? Fehlanzeige. Stattdessen heißt es weiter: „Aufgrund der Prüfstandtests und eines Mangels an Komponenten für den Antriebsstrang mussten wir den Einsatzplan für Freitag anpassen.“ Konkret bedeutet das: Aston Martin darf nur noch „kurze Versuche“ absolvieren.

Alonso drehte bei seinem letzten Testeinsatz am Vormittag keine einzige Runde, insgesamt spulte er in der zweiten Bahrain-Woche keine 100 Umläufe ab, Teamkollege Lance Stroll steht bei nur 26 Runden.
Für den Rennstall aus Silverstone ist das der nächste herbe Rückschlag. Schon beim Shakedown in Barcelona verpasste das Team einen Großteil der geplanten Kilometer. In Bahrain sammelte man in der ersten Testwoche die wenigste Distanz im Feld.
Viele Problemzonen bei Aston Martin und Honda
Auch die Fahrer schlagen Alarm. Lance Stroll räumt offen ein: Ein Großteil der Probleme gehe auf den Honda-Antriebsstrang zurück. „Wir brauchen mehr Leistung. So einfach ist das. Und darüber hinaus müssen wir das Auto verbessern. Es ist also eine Kombination unterschiedlicher Faktoren.“
Eine schnelle Lösung scheint nicht in Sicht. Stroll dämpft die Erwartungen: „Wir haben zwar viele Ideen, aber bis zum Auftakt in Australien werden wir nicht alle Probleme lösen können.“ Hoffnung setzt er auf die lange Saison: „Die Saison ist lang und wir versuchen alles, an jedem Wochenende. Dann sehen wir, was passiert.“

Neben dem Motor macht unter anderem auch das von Aston Martin selbst gebaute Getriebe Probleme. Technik-Experten rechnen damit, dass es ein halbes Jahr dauern kann, sie aus dem Weg zu schaffen.
Viele technische Schwierigkeiten, wenige Runden in der letzten Testwoche, Aston Martin droht beim Saisonstart in Melbourne das große Fiasko. Wenn das Team von Lawrence Stroll überhaupt die Autos in einen renntauglichen Bereich entwickelt bekommt, haben Fahrer und Team immer noch einen immensen Erfahrungsnachteil mit den neuen Autos.
Batteriemanagement, die komplizierteren Starts, in zahlreichen Bereichen fehlen Aston Martin und Honda, es muss eifrig nachgearbeitet werden. Auf Werte der Konkurrenten kann der Rennstall ebenfalls nicht bauen, da nur der grüne AMR26 mit einem Hoda-Aggregat unterwegs ist.
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