Max Verstappen wird deutlich: Die neuen Formel-1-Regeln seien unnötig kompliziert. Änderungen seien nun „ein bisschen zu spät“, warnt der Red Bull-Star.
Kurz vor dem Start der Formel-1-Saison 2026 hat Max Verstappen erneut Kritik an den neuen Regeln geäußert. Der viermalige Weltmeister warnt, dass die aktuellen Vorschriften das Racing unnötig kompliziert machen könnten und dass mögliche Änderungen inzwischen zu spät kommen.
Die neuen Hybridautos setzen künftig zu etwa gleichen Teilen auf Verbrennungsmotor und elektrische Leistung. Genau diese Balance bereitet vielen Fahrern Sorgen. Auf Strecken mit wenigen starken Bremszonen, etwa in Melbourne, ist es schwierig, genügend Energie zurückzugewinnen. Deshalb müssen Fahrer teilweise in schnellen Kurven oder am Ende von Geraden Energie ernten, obwohl sie eigentlich Vollgas fahren würden.

Verstappen: Probleme waren vorhersehbar
Für den Red-Bull-Star kommt die aktuelle Diskussion jedoch zu spät. Die Einschränkungen der Regeln seien schon bekannt gewesen, als sie beschlossen wurden. „Wir sind damit jetzt ein bisschen spät dran“, erklärte Verstappen vor dem Saisonauftakt in Australien. „In diese Regeln wurde bereits unglaublich viel Geld investiert. Man hätte das alles schon früher sehen können.“
Eine mögliche Lösung wäre es, die elektrische Leistung stärker zu begrenzen, um die Energienutzung gleichmäßiger über die Runde zu verteilen. Doch Verstappen ist skeptisch. „Man kann natürlich die Leistung reduzieren“, sagte er. „Aber dann werden die Autos auch langsamer. Deshalb ist es schwierig zu sagen, was wirklich die beste Lösung wäre.“
Besonders problematisch könnten laut Experten Strecken wie Melbourne, Dschidda, Spielberg oder Monza werden. Dort gibt es weniger harte Bremspunkte, wodurch die Fahrer häufiger Energie auf ungewöhnliche Weise sammeln müssen.
FIA will Entwicklung zunächst beobachten
Lewis Hamilton betonte ebenfalls, dass sich das Energiemanagement stark von Strecke zu Strecke unterscheiden werde. „Auf manchen Kursen musst du überhaupt kein Lift-and-Coast fahren“, erklärte der Ferrari-Pilot. „Auf anderen musst du das sogar im Qualifying machen.“
Die FIA und die Formel-1-Verantwortlichen wollen die Situation zunächst beobachten. Änderungen am Reglement wären grundsätzlich möglich, sollen aber erst nach den ersten Rennen diskutiert werden.
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