Formel-1-Champion Jacques Villeneuve verteidigt Max Verstappen: Nicht das Auto ist speziell, sondern sein Können. Der Weltmeister kontert die Kritiker deutlich.
Jacques Villeneuve nimmt Max Verstappen in Schutz und widerspricht deutlich der weit verbreiteten These, Red Bull baue seine Autos ausschließlich um den Niederländer herum.
„Das ist ein Missverständnis. Das Auto wird nicht für Max gebaut. Es wird gebaut, um so schnell wie möglich zu sein“, stellt der Weltmeister von 1997 klar. „Ingenieure suchen Rundenzeit und nicht ein Auto, das nur ein Fahrer beherrschen könne. Max kann ein Auto fahren, mit dem andere kämpfen. Das ist eine Fähigkeit, keine Design-Entscheidung.“
Ehemalige Teamkollegen des Holländers sprachen immer wieder über einen spitzabgestimmten Red Bull mit stabiler Front und losem Heck. Während Verstappen mit dem Stil zurechtkommt, fehlte seinen Stallgefährten das Vertrauen am Limit. Daraus resultierten enorme Unterschiede auf der Strecke.

Verstappen-Vergleich zu Schumacher und Senna
2026 greift ein komplett neues technisches Reglement, eine Chance für seinen neuen Teamkollegen Isack Hadjar. Allerdings hat der Franzose den RB22 bei den Testfahrten bereits einmal in die Streckenbegrenzung manövriert.
Villeneuve sieht den Unterschied vor allem im Talent und in der Anpassungsfähigkeit des viermaligen Champions. Viele Teamkollegen seien gescheitert, weil sie versuchten, Verstappens Fahrstil zu kopieren. „Wenn sie versuchen, Max nachzuahmen, machen sie Fehler. Dann sieht es so aus, als wäre das Auto gegen sie.“
Der Kanadier zieht Parallelen zu früheren Legenden: „Das haben wir auch bei Schumacher oder Senna gesehen. Die besten Fahrer lassen schwierige Autos einfach aussehen.“
Während immer wieder behauptet wird, Red Bull konstruiere extrem spitze Fahrzeuge nur für Verstappen, dreht Villeneuve die Argumentation um. Genau darin liege die eigentliche Klasse des Niederländers. Klar ist aber auch: Ein Auto kann nur so extrem konzipiert werden, wenn es am Ende auch einer beherrschen kann…
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