Mick Schumacher zeigt auf dem Ovalkurs in Nashville ein ordentliches Qualifying. Auf dem Transfermarkt gibt es für den Deutschen gute und schlechte Nachrichten.
Neue Entwicklungen um die Zukunft von Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher: Wie amerikanische IndyCar-Medien, darunter Racer, berichten, wird sein Cockpit für die Saison 2027 verkauft.
Hintergrund: Während Teams in der Formel 1 seit mehr als 40 Jahren mit zwei Autos antreten müssen, war es den IndyCar-Rennställen bis 2025 freigestellt, wie viele Fahrzeuge sie an den Start bringen. Ein einzelnes Auto war ebenso möglich wie fünf oder sogar mehr Fahrzeuge, die große Teams wie Andretti regelmäßig einsetzten.
Seit 2025 greift in der IndyCar jedoch das sogenannte Charter-System. Jedes Team verfügt seitdem über eine feste Zahl an Startplätzen, die über Charters abgesichert sind. Manche Rennställe setzen zwei, andere drei Autos ein.
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Rahal Letterman Lanigan verkauft wohl Charter
Rahal Letterman Lanigan, der Rennstall, für den Mick Schumacher fährt, hat drei Charters erworben. Die drei Autos werden 2026 von Graham Rahal, Louis Foster und Mick Schumacher pilotiert. Doch das Team will sein Aufgebot offenbar wieder verkleinern.
Erst seit 2022 setzt Rahal Letterman Lanigan drei Autos ein. Doch der dritte Bolide war meist nicht erfolgreich. Regelmäßig scheiterte das Team daran, mit diesem Auto in der Gesamtwertung unter die besten 22 zu kommen. Nur dann erhält der Rennstall Start- und Preisgelder von der IndyCar-Serie. Aktuell liegt Schumacher mit dem dritten Dallara-Honda von Rahal Letterman Lanigan auf Rang 25 und damit am Ende des Klassements.
Mit anderen Worten: Mit dem dritten Auto war Rahal Letterman Lanigan dauerhaft überfordert. Nun soll der Charter für kolportierte zehn bis 15 Millionen Dollar verkauft werden, um sich künftig wieder auf zwei Fahrzeuge konzentrieren zu können.

Als Kaufinteressent gilt das Dreyer-&-Reinbold-Team. Zwar starb Teambesitzer Dennis Reinbold vor wenigen Wochen an Krebs. Seine Investoren wollen seinen Plan jedoch fortführen: 2027 soll das Team erstmals seit 15 Jahren wieder eine komplette IndyCar-Saison bestreiten. Seit 2013 war Dreyer & Reinbold nur noch beim Indy 500 vertreten.
Hört Rahal für Schumacher auf?
Zunächst schien es, als wolle sich Dreyer & Reinbold bei Juncos Hollinger einkaufen. Dort sollen sich die beiden Teambesitzer Ricardo Juncos und Brad Hollinger jedoch zerstritten haben. Hollinger, der früher auch Anteile am Formel-1-Team Williams hielt, will den Rennstall ab 2027 mit neuen Mitbesitzern in Eigenregie weiterführen. Statt Dreyer & Reinbold soll nun ein Konsortium um Pieter Rossi, den Vater von IndyCar-Pilot und Indy-500-Sieger Alexander Rossi, einsteigen.
Daher wird Dreyer & Reinbold nun höchstwahrscheinlich einen Charter von Rahal Letterman Lanigan übernehmen. Als Fahrer gilt Conor Daly als gesetzt.

Für Mick Schumacher bedeutet das: Er muss sich höchstwahrscheinlich eine neue sportliche Heimat suchen. Ein Verbleib bei Rahal Letterman Lanigan wäre nur unter einer Bedingung möglich: Graham Rahal müsste seinen Helm an den Nagel hängen und seinen Vater Bobby Rahal in der Teamführung unterstützen. Aktuell ist Rahal 37 Jahre alt. Sein letzter IndyCar-Sieg liegt bereits neun Jahre zurück. Mehrmals stand er deshalb kurz davor, seine aktive Karriere zu beenden. Doch in dieser Saison stand er bereits dreimal auf dem Podium. Er hat offenbar wieder Blut geleckt.
Schumacher will bleiben – und hat Unterstützer
Schumacher will, so ist zu vernehmen, 2027 in der IndyCar bleiben und eine zweite Chance erhalten. Die Vergangenheit zeigt: Schumacher brauchte häufig eine zweite Saison, um sein volles Potenzial abrufen zu können.
Und: Laut dem Magazin Racer soll Schumacher auch ernsthafte Investoren im Hintergrund haben, die ihm bei einem Team das Cockpit finanzieren könnten. Das macht den Deutschen für mehrere kleinere Rennställe interessant – etwa AJ Foyt Racing, Dale Coyne Racing oder Juncos Hollinger.
Sportlich läuft es für Schumacher auf dem Ovalkurs in der Musikstadt Nashville bislang ordentlich. Im Qualifying war er als bester Pilot seines Teams 16. Von der Pole-Position startet Andretti-Pilot Kyle Kirkwood. Sky überträgt das Rennen heute ab 23.30 Uhr.
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