Super-GT

Verstappen schockt Japan-Profis im fremden Rennwagen

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Miami 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Ralf Bach
Ralf Bach

Max Verstappen begeistert nicht nur in der Formel 1, sondern inzwischen auch bei seinen spektakulären GT3-Gastauftritten. Jetzt sorgt der Weltmeister mit einer weiteren Wahnsinns-Fahrt in Japan für Staunen.

Er kommt, sieht und fährt dann alles in Grund und Boden. Es wurden schon viele Heldengeschichten von Formel-1-Superstar Max Verstappen bei seinen heiß geliebten Gastauftritten in GT3-Autos auf der legendären Nordschleife erzählt, die nun in der Teilnahme im teameigenen Mercedes-AMG GT3 beim 24-Stunden-Klassiker am kommenden Wochenende in der „Grünen Hölle“ in der Eifel münden. Für viele wirkt der „fliegende Holländer“ inzwischen wie ein Fahrer aus einer anderen Welt.

Jetzt wurde von einer weiteren Fahrt auf dem Niveau eines Superhelden aus den Marvel-Filmstudios berichtet – eine Geschichte, die vom unglaublichen Fahrtalent des Niederländers erzählt. 

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Japan 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Verstappen pulverisiert GT500-Bestzeit

Diesmal ging es zu einem Gastauftritt nach Japan. Im Rahmen einer Challenge von Red Bull Motorsports setzte sich der Niederländer auf dem Fuji Speedway ans Steuer eines Nissan Z NISMO GT500 und pulverisierte trotz Regens auf Anhieb die Bestzeit eines Super-GT-Profis.

Dazu muss man wissen: Die Bedingungen auf dem Fuji Speedway waren alles andere als einfach. Die Strecke war komplett durchnässt, Verstappen durfte zunächst lediglich eine kurze Installationsrunde absolvieren. Danach ging es direkt auf Zeitenjagd im rund 650 PS starken GT500-Boliden.

Super-GT-Spitzenfahrer Atsushi Miyake hatte zuvor eine Bestzeit von 1:44,075 Minuten vorgelegt. Verstappen gab sich vor seinem ersten Versuch noch zurückhaltend:

„Ich habe schon mit vielen verschiedenen Autos gearbeitet, deshalb versucht man sehr schnell, alles zu lernen. Ich liebe Autorennen, deshalb ist es etwas ganz Besonderes, all diese verschiedenen Autos auszuprobieren.“

Doch schon die erste gezeitete Runde zeigte, wie schnell sich der Formel-1-Star an neue Fahrzeuge anpasst: Verstappen lag sofort nur knapp hinter Miyake. In seiner nächsten Runde folgte dann die Sensation. Er fuhr 1:42,290 Minuten und war damit fast zwei Sekunden schneller als der japanische Profi. Trotz des stärker werdenden Regens.

Selbst die Profis staunen über Verstappen

Verstappen dazu: „Es wurde zunehmend schwierig, Druck auszuüben. Bei meiner ersten Runde dachte ich: Das kann ich ein bisschen besser, dann bin ich eine 42 gefahren. Man musste sich erst an das Auto gewöhnen, an das Gasgeben und Bremsen. Die Lenkung ist ganz anders, und man muss das Gefühl für den Grip der Reifen entwickeln.“

Moderator Jeremiah Burton konnte seinen Augen kaum trauen: „Das ist der reine Wahnsinn!“

Max Verstappen Red Bull Japan 2026
Formel 1 Max Verstappen Red Bull Japan 2026

Auch Atsushi Miyake zeigte sich nach der Session tief beeindruckt vom Tempo des Formel-1-Champions: „Er ist ein Weltmeister, aber ich war neugierig, wie sich sein Fahrstil verändern würde, wenn wir uns das gleiche Auto teilen würden. Obwohl es leider regnete, konnte ich trotzdem sehen, wie gut er ist. Deshalb war ich total begeistert.“

Helmut Marko schwärmt von Verstappens Instinkten

Fest steht: Seine Gegner müssen sich beim 24-Stunden-Rennen in der kommenden Woche in der vermutlich kalten Eifel warm anziehen. Denn sein Fahrgefühl und seine natürlichen Instinkte sind einfach überragend.

Sein Ex-Chef und Mentor Helmut Marko macht diese besonderen Fähigkeiten an einer Szene fest, die sich vergangenen Sonntag beim GP von Miami ereignet hat.

Marko zu F1-Insider: „Es war unglaublich, wie er das Auto nach dem Kuddelmuddel in der Anfangsphase in einen 360-Grad-Dreher zwang. Er stand nicht nur wieder richtig auf der Fahrbahn, sondern konnte auch sofort wieder beschleunigen, weil er auch im richtigen Gang war. Ich habe noch nie erlebt, wie jemand so wenig Zeit bei einem Dreher verloren hat.“

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


Verwandte Artikel