Mit 19 schreibt Andrea Kimi Antonelli Formel‑1-Geschichte: jüngster Pole‑Setter, erster italienischer Sieger seit 2006 – und das mit einer Startnummer, die seinem Idol gewidmet ist.
Er ist 19 Jahre alt, fährt erst seine zweite Formel-1-Saison und hat jetzt schon Geschichte geschrieben: Andrea Kimi Antonelli hat sich beim GP China zum jüngsten Pole-Setter aller Zeiten gekrönt und parallel zum ersten italienischen Sieger seit 2006.
Dass dabei eine andere Zahl besonders auffällt, ist kein Zufall. Die „12″ auf seinem Auto ist mehr als nur eine Startnummer.
Denn genau diese Nummer fuhr auch Ayrton Senna von 1985 bis 1988 bei Lotus und McLaren. Für Antonelli ist das kein Detail, sondern ein bewusst gesetztes Statement. „Die Nummer 12 auf meinem Auto? Die habe ich wegen Ayrton“, sagt der Mercedes-Pilot.

Ayrton Senna als Antonellis großes Vorbild? Das ist kein PR-Gelaber, keine besonders clevere Marketing-Idee, sondern gewachsene Bewunderung. Antonelli ist mit Senna-Videos groß geworden und hat sich intensiv mit seiner Karriere beschäftigt.
Senna brachte Antonelli zur Formel 1
„Ich bin der Formel 1 nähergekommen, als ich Videos von Ayrton Senna gesehen habe“, erklärt Antonelli. „Als ich aufgewachsen bin, habe ich mir alle DVDs der Saisons von den 80er-Jahren bis in die 2000er angeschaut.“
Live gesehen hat er Senna nie. Trotzdem war der Einfluss groß.
„Ich weiß, dass ich nicht das Glück hatte, ihn live fahren zu sehen“, räumt der Mercedes-Shootingstar ein, „aber durch diese Videos habe ich verstanden, was er alles geleistet hat.“ Auch Dokumentationen und Serien hätten das Bild noch verstärkt. „Er war ein unglaublicher Fahrer, aber auch eine große Inspiration.“

Die 12 hat für Antonelli aber noch eine zweite Bedeutung. Sie begleitet ihn schon seit seinen ersten Schritten im Formelsport. „Es ist die erste Startnummer, die ich in Einsitzern verwendet habe“, erklärt er. Und noch ein persönlicher Bezug macht die Zahl für ihn besonders: „Ich war 12 Jahre alt, als ich ins Juniorprogramm von Mercedes gekommen bin.“
Die Nummer ist also eine Mischung aus Idol und eigener Karriere.
Im Mercedes: Vom Talent zum Sieger
Der Sieg in China zeigt, wie schnell Antonelli den nächsten Schritt macht. Schon beim Saisonauftakt war er Zweiter, jetzt folgt der erste Triumph.
Bei Mercedes gilt er längst als Zukunftshoffnung und nach diesem Wochenende mehr denn je als ernstzunehmender Faktor im Titelkampf.
Fest steht: Der erste Sieg war sportlich ein Durchbruch. Und die Startnummer 12 liefert die Einordnung gleich mit: Antonelli orientiert sich an einer der größten Figuren der Formel-1-Geschichte, geht dabei aber seinen eigenen Weg.
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