Wieder keine Punkte: Für Nico Hülkenberg wird der Miami-GP zum nächsten Frust-Wochenende. Bei Audi häufen sich die Fragezeichen.
Nico Hülkenbergs Audi-Desaster setzt sich fort. Doch über die Gründe schweigt das Team…
Eigentlich war die Ausgangslage gut vorm Hauptrennen zum GP Miami. Nach der Disqualifikation von Isack Hadjar rückte der Deutsche in die Top 10 vor und damit auf seinen besten Startplatz des Jahres. Endlich nicht mehr dieser elfte Rang außerhalb der Top Ten, auf dem Hülkenberg wie fest betoniert schien.
Doch die Freude währte nur kurz. Schon in der Anfangsphase begann das Debakel. Nach einer Berührung mit Carlos Sainz musste der Rheinländer seinen beschädigten Frontflügel reparieren lassen. „Das hat mich weit zurückgeworfen“, erklärt der Audi-Pilot.
Hülkenberg: Technik-K.o. nach nur sieben Runden
Doch es sollte noch schlimmer kommen. In Runde sieben das nächste Drama: Der Audi blieb plötzlich im ersten Gang hängen.
Onboard-Bilder zeigen, wie Hülkenberg auf der langen Geraden keine Leistung mehr abrufen kann. Trotz hektischer Funkanweisungen gibt es keine Lösung. Kurz vor der Box kommt schließlich der Befehl zum Abstellen.
Das Rennen war beendet – mal wieder.
Hydraulik als Problem? Audi schweigt
Zum Grund hält sich Audi bedeckt. Seit Saisonbeginn wird die Ursache der Defekte totgeschwiegen. Doch im Fahrerlager verdichten sich die Hinweise, dass die Probleme im Bereich der Hydraulik liegen.

Das Getriebe, das im ersten Gang feststeckt, passt ins Bild der bisherigen Saison. Die Zuverlässigkeit des neuen Autos ist die größte Schwachstelle. Sechs Ausfälle oder Nicht-Starts in sechs Rennen sprechen eine klare Sprache.
Zur Erinnerung: Den Sprint von Miami konnte Hülkenberg gar nicht erst in Angriff nehmen. Auf dem Weg in die Startaufstellung schlugen Flammen aus dem Heck seines Audi. Auch hier bleibt der offizielle Grund unbekannt.
Hülkenberg: „Charakterbildendes Wochenende“
Der Emmericher spricht entsprechend von einem „charakterbildenden Wochenende“, gibt sich aber weiter kämpferisch: „Wir werden uns neu sortieren, analysieren, was passiert ist, und weiter pushen. Dranzubleiben ist entscheidend. Dieser Einsatz wird sich auszahlen, und genau darauf konzentrieren wir uns.“
Auch Rennleiter Allan McNish betont: „Wir werden die Erkenntnisse aus diesem Wochenende mitnehmen, in der Pause neu ansetzen und in Montreal bereit sein.“
Allein: Wie genau man das schaffen will, das bleibt Audis stilles Geheimnis.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!