Juan Pablo Montoya geht davon aus, dass Lewis Hamilton mittlerweile die treibende Kraft in der Fahrzeugentwicklung ist.
Nach Lewis Hamiltons starkem Kanada-Wochenende sorgt jetzt eine Aussage von Ex-Formel-1-Fahrer Juan Pablo Montoya für Aufsehen.
Hamilton feierte in Montreal mit Platz zwei sein bislang bestes Ergebnis seit seinem Wechsel zur Scuderia. Während der siebenmalige Weltmeister im Ferrari diese Saison deutlich besser zurechtkommt, mit Platz zwei sein bestes Ferrari-Ergebnis feiert, musste sich Teamkollege Charles Leclerc mit Rang vier zufriedengeben.
Für viele Beobachter war Kanada der erste Grand Prix, bei dem Hamilton den Ferrari komplett im Griff hatte. Genau das bringt nun neue Diskussionen über die Entwicklung des Autos ins Rollen.

Hamilton fühlt sich im Ferrari wohl
Montoya glaubt sogar, dass Ferrari inzwischen stärker auf Hamilton hört als auf Leclerc. „Kanada war das erste Wochenende, an dem Lewis das Auto komplett maximiert hat“, erklärte der frühere Williams- und McLaren-Pilot.
Laut Montoya entwickeln Teams ihre Autos oft automatisch stärker in Richtung eines bestimmten Fahrstils. „Diese Theorie oder Philosophie wird immer um einen der beiden Fahrer aufgebaut“, sagte Montoya. „Und wer die Entwicklung des Autos vorantreibt, bestimmt letztlich auch, wie sich das Auto anfühlt. Und dieser Fahrer ist aktuell Lewis.“
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Tatsächlich deutet in Montreal vieles darauf hin, dass Hamilton sich im Ferrari plötzlich deutlich wohler fühlt. Der Brite verzichtete zuletzt sogar bewusst stärker auf Simulator-Arbeit und setzte wieder mehr auf seine klassische Vorbereitungsmethode.

Dazu kamen neue Abstimmungen am Auto und offenbar ein besser funktionierendes Setup-Paket bei Ferrari. Während Hamilton glänzte, wirkte Leclerc ungewohnt unzufrieden mit dem Fahrverhalten des SF-26.
Kanada nicht Leclercs Lieblingsstrecke
Montoya vermutet deshalb, dass Ferrari mittlerweile stärker auf Hamiltons Feedback reagiert: „In den letzten eineinhalb Jahren war Charles immer glücklich und Lewis wirkte unzufrieden. Jetzt war es genau andersherum.“
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Montreal schon in Vergangenheit nichts Leclercs Paradestrecke war, während Hamilton Rekordsieger auf dem schnellen Kurs ist.
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